Gute Aussichten für Glückauf-Fußballer

Gespielt wird nicht, aber gebaut. Zumindest in Stollberg, wo das Stadion bis Ende Juni einen neuen Kunstrasenbelag erhält.

Stollberg.

Zum 110. Vereinsgeburtstag in diesem Jahr werden die Fußballer des FC Stollberg reich beschenkt - mit der Erneuerung des Kunstrasens im Glückauf-Stadion, ihrer Heimspielstätte. Der Stadtrat hat dem Vorhaben zugestimmt und während seiner jüngsten Sitzung die Bauleistungen vergeben. Die Brutto-Auftragssumme liegt bei gut 340.000 Euro. Den Zuschlag für die Maßnahme, die zu 50 Prozent durch die Sächsische Aufbaubank gefördert wird, erhielt die Artifex Barthel GmbH aus Weimar-Legefeld.

Der vorhandene Kunstrasen, der rund 8500 Quadratmeter umfasst und starke Abnutzungserscheinungen aufweist, wird durch einen neuen ersetzt. "In den ersten Jahren haben wir es mit der Pflege nicht ganz so genau genommen", gesteht Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt. Doch nach elf Jahren Beanspruchung sei ein Austausch des Belags vertretbar. Immerhin sei er von 14 Mannschaften des FC Stollberg, vom Schulsport und durch das wöchentliche Training anderer Vereine stark frequentiert. Zudem müsse diese Maßnahme sein, weil das derzeitige Granulat auf Plastikbasis nicht mehr erlaubt sei. Das bedeutet, die vorhandene wird in eine mikroplastikfreie und sandverfüllte Variante umgebaut. Damit entspricht sie den Anforderungen des sächsischen Innenministeriums.

Wie Enrico Held, Vorstandsvorsitzender des FC Stollberg erklärt, sei darauf geachtet worden, die Auflagen zu erfüllen. Diese fordern eben, Kunstrasenspielfelder ohne Mikroplastik anzulegen. Für die Umsetzung des Projekts sind gut sechs Wochen anberaumt. Ursprünglich war der Baubeginn für den 15. Juni vorgesehen, doch es wird nun schon seit dem 18. Mai gearbeitet. Aktuell ist der Sportpark ohnehin verwaist, der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise eingestellt. Bis zum 30. Juni soll alles fertig sein.

Neben dem Kunstrasen erhalten auch der Bolzplatz und die Laufbahn im südlichen Bereich eine Schönheitskur. Zudem werden neue Kleinfeldtore angeschafft. Insgesamt sieht der Haushaltsplan der Stadt Stollberg für das Gesamtvorhaben 600.000 Euro vor.

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