LKA warnt vor Betrug bei Online-Dating

Dresden (dpa/sn) - Das Landeskriminalamt Sachsen warnt vor Betrug beim Online-Dating. Im vergangenen Jahr gab es 299 «Love-Scamming»-Fälle, wie das LKA am Dienstag in Dresden mitteilte. 229 der polizeilich registrierten Fälle wurden vollendet und verursachten eine Schaden von insgesamt gut 3,5 Millionen Euro. Die Zahl der Fälle sei im Vergleich Vorjahr mit 313 derartigen Delikten zwar leicht gesunken, doch die Schadenssumme sei um 23,7 Prozent gestiegen.

Gut zwei Drittel der Geschädigten sind demnach Frauen, die meisten im Alter zwischen 45 und 65 Jahren. Insgesamt wurden 77 Tatverdächtige ermittelt. Das LKA geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Opfer sich schämen, Anzeige zu erstatten.

Die Masche beginnt mit einem Flirt im Internet. Über Wochen oder Monate werden Mails ausgetauscht, das Gegenüber ist dabei aufmerksam, gebildet und hat ein interessantes Leben. Steht der neue Traumpartner fest, ist es Zeit für ein echtes Treffen. Doch das ist laut Polizei von einer Geldüberweisung abhängig. Damit soll zum Beispiel ein Visum oder ein Flugticket bezahlt werden. Auch Notlagen, wie dringend notwendige Operationen bei Verwandten, werden vorgetäuscht. Die Opfer überweisen daraufhin oft Geld ins Ausland. Ein persönliches Treffen kommt nie zustande.

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