Wie das Leben in einem neuen Kulturkreis gelingen soll

Chemnitz diskutiert: Wie kann die Stadt sicherer werden? Ein Beitrag zum Thema Integration vor dem heutigen Workshop mit "Freie Presse"-Lesern.

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1818 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    DTRFC2005
    03.10.2018

    @franzudo2013: Dann wollen wir ja im Prinzip das gleiche. Zitat: "Typisch deutsch ist für mich die Maxime LEBEN UND LEBEN LASSEN. Deshalb keine Handbreit Boden der Intoleranz.". Genau meine Ansicht.

  • 3
    5
    gelöschter Nutzer
    03.10.2018

    @ Chwtr und voitsberger: Sie beide bringen zwei Dinge durcheinander: private Religionsausübung und staatlich vorgeschriebene Religionsausübung.

  • 4
    3
    ChWtr
    03.10.2018

    Ist doch einleuchtend, was der Voigtsberger schreibt und eine Tatsache dazu. Wahrscheinlich (aber wieder) schwer zu verstehen...

  • 3
    4
    gelöschter Nutzer
    03.10.2018

    @voigstberger: Das Tragen des Kopftuchs oder auch des Kreuzes als Halsschmuck ist ein Zeichen des privaten Glaubens. Dafür bringe ich als bekennende Christin Toleranz auf. Wenn jedoch in allen Amtsgebäuden des Bayerischen Freistaats verpflichtend ein Kreuz aufgehängt werden soll, dann hab ich ein Problem damit, denn das war ein rein populistischer Vorstoß von Markus Söder.

  • 7
    4
    gelöschter Nutzer
    03.10.2018

    DTRFC2005: Es ist doch immer wieder toll, wie hier die Toleranten im Land das Statement einer Religion, mit tragen des Kopftuches verteidigen und das Anbringen von Kreuzen in öffentliche Gebäuden in einen christlich geprägten Land verdammen.
    Auch muss man doch hinterfragen dürfen, warum in den muslimisch geprägten Ländern des Orients, viele Frauen sich vom Kopftuch befreien wollen und dafür Repressalien in kauf nehmen und dann in unseren Land damit ihre Zugehörigkeit zum Islam zum Ausdruck bringen wollen und viele Muslima damit ihre religiösen Befindlichkeiten untermauern und das verharmlosen diese Tatsache ist doch entweder verkennen der Realität oder einfach nur eine Meinung, um Kritiker zu deformieren und das ist so einfach zu durchschauen und das ist erbärmlich und für den sozialen Frieden im Land gefährlich und trägt nicht zur Akzeptanz zur Integration bei!

  • 5
    0
    gelöschter Nutzer
    03.10.2018

    Grundsätzlich wäre es mir am liebsten, wenn jeder nach seiner Fasson glücklich werden kann. Ich glaube nur nicht, dass ein Kopftuch der Ausdruck von persönlichem Geschmack, Religionsfreiheit und einer individuellen Entscheidung ist. Der Besuch von Erdogan und die Moschee-Einweihung in Köln haben gezeigt, dass nicht alle das Konzept der gegenseitigen Toleranz leben wollen. Da wird das Kopftuch zur Machtdemonstration. Typisch deutsch ist für mich die Maxime LEBEN UND LEBEN LASSEN. Deshalb keine Handbreit Boden der Intoleranz.

  • 6
    3
    DTRFC2005
    03.10.2018

    @voigtsberger
    Meine Frage ging an @franzudo2013, welcher diese jedoch nicht beantworten möchte. Letztlich ist die Kopftuchdisskusion auch völlig überflüssig, da Frau wie Mann auf dem Kopf tragen darf, was ihnen gefällt. Und wenn einige Muslime eben ein Kopftuch auf dem Kopf tragen, haben wir das genauso zu respektieren, wie wir uns wünschen, das sich Bürger aus anderen Ländern uns gegenüber respektvoll verhalten. Das nennt man gegenseitige Toleranz. Was halten Sie persönlich denn für typisch Deutsch ?

  • 4
    6
    ChWtr
    02.10.2018

    Interessant, wie die üblich Verdächtigen versuchen, das Tragen von Kopftüchern etc. in einen Kontext zu setzen, wo es keinen gibt.

    Den erbärmlichen Schlaumeiern kann man nur zurufen: schämt euch!

  • 23
    10
    gelöschter Nutzer
    02.10.2018

    @DTRFC2005. Na toll wie sie und all die Toleranten immer für sich das "Haar in der Suppe" finden und da ist das Kopftuch das "Startsignal"! Da sollten sie sich doch einmal genauer mit den Ländern der Asylbewerber und Flüchtlinge beschäftigen und da würden sie erkennen, das die Verschleierung und das Kopftuch zur Verhüllung aus religiösen Gründen seit vielen Jahren schon der Vergangenheit angehörte und Irak, Syrien und die Türkei vor Erdogan die besten Beispiele sind und erst nach aufkeimen der radikalen Islamisten eine nicht im Koran definierte Auslegung sich durchgesetzte, um auch in der Öffentlichkeit und im Ausland ein religiöses Statement zu setzen. Denn @Hankmann, natürlich wurde auch in unseren Land das Kopftuch von den meisten Frauen täglich getragen, aber doch als Bekleidungsstück, gegen das Wette, wegen der Frisur und als modische Akzente und nicht um sich von den nicht Muslimen abzusetzen, was die Bedeutung und das tragen der Kippa und des kleinen Kreuzes an einen Kettchen doch jeder für sich selbst entscheidet und nicht den Zwang der Religion im täglichen Leben unterliegt.
    Da machen es sich doch Einige in unseren Land etwas zu einfach, mit dem
    Verteidigen der Befindlichkeiten und dem setzen von religiösen Statement`s als
    zu tolerierten religiösen Ausdruck einer Religion und das nicht nur wie im Christentum durch das Ordensgewannt der Nonnen und dies nicht das tägliche Bild unserer Innenstädte seit 2015 auch im Osten prägt.
    Da helfen auch keine 100 Stunden Deutschunterricht und wie viele halten bei den freiwilligen Unterricht über unsere Kultur wohl durch und sind willens dies zu akzeptieren. In Schweden hängt eine Teilnahme und ein Verständnis für die schwedische Kultur und Geschichte, auch für ein Bleiberecht nach zwei Jahren ab und da kann bei mangelnder Integrationsbereitschaft und Ablehnung, nicht noch durch alle Instanzen geklagt werden und es wird abgeschoben, ob ein Land seine Bürger will oder nicht es geht zurück, denn nur so wird "ein Schuh draus" und findet auch Akzeptanz für Asyl und Integration und dazu müssen einige Freunde der unkontrollierten Einwanderung, auch noch einige Stunden im Kurs für unsere Werte und Normen verbringen !

  • 9
    19
    DTRFC2005
    02.10.2018

    @Hankmann: In diesem Zusammenhang, frage ich mich immer wieder aufs neue, warum vorwiegend Männer ein Problem mit Kopftuch tragenden Frauen haben. Müssten es nicht theoretisch Frauen sein, die dies anprangern ( Emanzipation) ? Aber nein, meiner Beobachtung nach, sind es fast nur Männer, die von angeblicher Unterdrückung der Frau sprechen.Dabei ist es jeder Muslimin freigestellt, so zumindest die Aussage einer Jungen Frau, die ich mal im Supermarkt traf und wir uns etwas über die Kids unterhielten. Ich nehme da kein Blatt in den Mund und frage, wenn mich etwas interessiert oder ich an etwas meine Zweifel hege.

  • 10
    19
    cn3boj00
    02.10.2018

    Ja, gleich geht es wieder mit dem Kopftuch los. Das zeugt davon, wie wenig Vorstellung man davon hat, wie anders die Kultur dort ist, wo muslimische Flüchtlinge herkommen, und wie schwer es ist, sich anzupassen. Die Erwartungshaltung, dass jemand, der nach Deutschland kommt, sich "deutsch" benimmt (was ist das? Lederhosen, mit Bierkrügen werfen? Oder ein Arschgeweih?) ist doch absolut weltfremd. Deutschland wurde nach dem Krieg noch von Frauen mit Kopftuch wieder aufgebaut. Ich verstehe überhaupt nicht, wieso jemand, der sich seiner Kultur entsprechend kleidet, irgendwas gefährliches sein soll. Die Menschen, die tatsächlich hierbleiben, weil sie sich hier integrieren, Arbeit finden und eine neue Heimat, werden vermutlich etwa in zweiter oder dritter Generation schon deutlich angepasster sein.
    Wir haben nun mal ein emanzipiertes Frauenbild (manchmal wird es inzwischen übertrieben). Der Islam hat das (noch) nicht. Aber der Weg hierhin hat etwa 100 Jahre gedauert. Und wir erwarten, dass "Fremde" das innerhalb von Stunden schaffen?

  • 12
    12
    Hankman
    02.10.2018

    @DTRFC2005: Hundertprozentige Zustimmung. Ich selbst habe mit dem Anblick von Kopftüchern auch kein Problem - vielleicht weil ich mich erinnere, dass meine Oma häufig eines getragen hat und in früheren Jahren auch meine Mutter, beide nicht aus religiösen Gründen. Wer seinen Glauben nach außen zeigen möchte - ob nun mit Kopftuch, Kippa, einem kleinen Kreuz am Halskettchen oder gar Habit als Nonne oder Mönch - bitteschön. Wir haben Religionsfreiheit. Mit Niqab oder Burka tue ich mich da schon etwas schwerer, weil ich anderen Menschen gern ins Gesicht schaue. Aber in Chemnitz ist mir bislang keine vollverschleierte Frau begegnet, also kann ich mir noch überlegen, wie ich damit umgehen würde.

    Um Ihre Überlegung zu verbiesterten Einheimischen weiterzuspinnen: Nicht wenige bräuchten tatsächlich auch mal einen Integrations- und Benimmkurs ...

  • 9
    14
    gelöschter Nutzer
    02.10.2018

    @kartracer: Woher bekommen Sie die ganzen Lehrer, die die verschiedensten Sprachen sprechen - mal ganz pragmatisch gedacht?

    @franzudo: Würden Sie auch von einem Juden verlangen, die Kippa abzulegen?

  • 10
    5
    kartracer
    02.10.2018

    "Das Problem: Der Orientierungskurs wird auf Deutsch gehalten und findet daher regelmäßig erst nach absolvierter Sprachausbildung statt."
    Genau das ist DAS Problem, sorry aber wie dämlich muß man sein, zu denken, daß nach 100 Stunden Deutschunterricht, jemand versteht was so von ihm erwartet wird, und woran er sich zu halten hat!

  • 8
    11
    gelöschter Nutzer
    02.10.2018

    @DTRFC2005: Alle Daumen hoch von mir.

  • 17
    16
    DTRFC2005
    02.10.2018

    @franzudo2013: Warum darf eine Muslimin kein Kopftuch tragen, wenn es in Deutschland Religionsfreiheit gibt ? Ich spreche nicht von der Vollverschleierung, sondern von einem simplen Kopftuch, wo man das Gesicht voll umfänglich betrachten kann, mit neugierigen Augen, die sehr oft Offenheit signalisieren.So zumindest erlebe ich es. Jeder darf hier seinen Glauben entsprechend leben und das ist auch gut so. Intigrieren bedeutet nicht, sich selbst auf zugegeben. Vielleicht wäre es ratsam, sich mal mit den Menschen auch einmal auf einer Ebene zu unterhalten. Und vielleicht fängt man langsam an, andere zu akzeptieren. Das beginnt schon bei der Akzeptanz Einheimischer. Aktuelles Beispiel von heute morgen. An der Kasse fragt eine älter Dame, die kaum stehen kann einen Mann ( deutscher Nationalität dem Aussehen zu urteilen), ob er sie vor lassen könne, da sie nur ein par Brötchen hatte und kaum stehen konnte. Die Antwort : Nein. Sie fragte einen Jungen ( Schüler ), dessen Antwort: Ja, natürlich. Fällt Ihnen etwas auf?

  • 16
    12
    gelöschter Nutzer
    02.10.2018

    @franzudo13: Das sind alles gute Vorschläge. Bis auf die Sache mit dem Kopftuch muss so etwas aber von beiden Seiten geschehen. Ein zur Faust geballtes Gesicht , das höchste Missbilligung gegenüber einem Fremden ausdrückt, lädt nicht gerade zum Gespräch ein.

  • 30
    9
    gelöschter Nutzer
    02.10.2018

    Kein Kopftuch tragen, andere Menschen anschauen, sich mit Blicken begegnen, Offenheit signalisieren, den Kindern kein Kopftuch aufsetzen - das wären Schritte um sich zu integrieren und hier anzukommen.