Millionenzahlung an den CFC: "Das Ganze ist nicht zulässig"

CDU-Stadträtin Almut Patt über die Millionenzahlung an den CFC, ihre juristischen Bedenken und die drohende Insolvenz des Vereins

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1010 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    cn3boj00
    19.12.2016

    Tja es ist passiert was zu erwarten war. Die Worte von Frau Zais und Frau Patt haben nichts genutzt. Die Stadträte haben vor 5 Jahren den Grundstein gelegt dass es nun so kommen muss. Das Geld wird sicher verloren sein.
    @Hinterfragt: wer soll die Leute zur Rechenschaft ziehen? Missmanagement ist keine Straftat. Die einzige Strafe ist der Bankrott. Oder der Rauswurf, aber das müssen die Mitglieder tun.

  • 3
    2
    Hinterfragt
    19.12.2016

    Man kann nur "Gratulieren".
    Die Stadt hat über den CFC das Füllhorn ausgeschüttet.
    Es ist ein Skandal!
    Wetten, dass das demnächst alle Chemnitzer teuer bezahlen werden, denn ich glaube nicht, dass diese 1,26 Millionen einfach mal so übrig sind, also müssen die wieder rein.
    Man darf gespannt sein was in Zukunft teurer wird, wegfällt und wo der Rotstift angesetzt wird.

    Ich bin ja gespannt, ab sich die Stadt in Zukunft auch so spendabel zeigt, wenn die nächste Kulturelle Einrichtung, Kita, Jugendtreff, Museum, Erhaltung Viadukt, ... auf einen Zuschuss angewiesen sind
    .
    Z.b. ist für die schnelle Sanierung/ Neubau der Brücke über den Fuß/-Radweg in Siegmar kein Geld da, aber da hätten ja mehr als nur ein paar Fußballfanatiker etwas von!
    Im Tietz wurde zusammengestrichen und u.A der Infotresen abgeschafft, die Sicherheit im Haus leidet unter den Einsparungen aber das ist dem Rathaus ja egal.
    Wenn das am Missmanagement des Vorstandes leigt, warum werden die entsprechenden Leute nicht pers. dafür Verantwortlich gemacht?

  • 5
    1
    cn3boj00
    16.12.2016

    @Hinterfragt: Dieses Viadukt gehört der deutschen Bahn AG. Bei allem Respekt für den Einsatz um den Erhalt dieses Bauwerks - dass ich mit meinem Steuergeld der deutschen Bahn AG eine Spende zukommen lassen soll geht dann doch deutlich zu weit. Es gäbe in Chemnitz wirklich wichtigeres, wie Kitas, Theater, Jugendszene, Schwimmbäder und andere Sportstätten.

  • 5
    6
    Hinterfragt
    16.12.2016

    Die sollen die Million lieber als Zuschuss zur Sanierung des Chemnitzer Viadukts einsetzen, damit dieses erhalten bleibt.
    Das was hier mit dem CFC betrieben wird ist Insolvenzverschleppung in Verbindung mit Verschwendung von Steuergeldern.

  • 3
    3
    cn3boj00
    16.12.2016

    @acals: je man hat beim Geldausgeben Zurückhaltung geboten. Und wenn 33 Stadträte zunächst für eine 50 m Halle sind um dann doch anders abzustimmen ist das nicht souverän sondern hirnlos. Wahrscheinlich gehen sie nicht schwimmen oder sind aus dem Süden der Stadt, aber wenn eine fatale Fehlentscheidung souverän getroffen wird wird sie nicht besser. Und deshalb könnte ich wetten dass auch hier eine souveräne Fehlentscheidung getroffen wird.

  • 2
    4
    acals
    15.12.2016

    Ich bin da aber optimistisch ... und zwar nachhaltig angelegt.
    Zum Schwimmbad mag man m.E. anderer Meinung sein, es war die Entscheidung souveräner Mandatsträger. Hellhörig hätte mich allerdings gemacht wenn gesagt wird: Ich mahne zu Zurückhaltung beim Geldausgeben.

    Beim Geschenk an den CFC ist das anders. Selbst die Gegenvorlage der Fraktionen CDU/FDP, SPD und Linke lässt die Erhöhung der Stadionmietpauschale vermissen. Das hat Frau Patt angesprochen und mit Geschenk gemeint - und das ist anklagbar. Deswegen mein Verweis auf zu wiederholende Abstimmungen im Stadtrat.
    Stimmte ein Stadtrat für den Antrag der OB/Stadtverwaltung bzw. dem veränderten Antrag der drei Grossfraktionen, so muss ihm klar sein das dies rein rechtlich Tünnef ist, und letztlich der Stadt und damit auch dem CFC nachhaltig schadet.
    Die Entscheidung die morgen zu treffen ist, ist schon lange keine mehr, die souveräne Mandatsträger fällen können, letzte Rechtszweifel hat die CFC Mitgliederversammlung ausgeräumt.

    Was ich wirklich nicht verstehe ist, warum die OB sehenden Auges in Kauf nimmt, den CFC für mindestens eine komplette Generation dem direkten Verdacht systemischer Protegierung auszusetzen. Damit schadet sie diesem Sportverein auf Dauer ...

  • 5
    7
    cn3boj00
    15.12.2016

    @acals: leider habe ich kein großes Vertrauen in unseren Stadtrat. Letzte Woche bei der Schwimmbadentscheidung haben sie aber so was von vergeigt... Oder wie würden sie das nennen wenn eine eindeutige Mehrheit im Stadtrat für eine 50m Halle votiert aber bei der Abstimmung dann eine 25m-Halle auf der Liegewiese Bernsdorf rauskommt? Kompetenz ist was anderes! Deshalb befürchte ich auch hier das schlimmste. Während man kin vernünftiges Freizeitbad hinbekommt schmeißt man dem Fußball das Geld hinterher. Wie werden sehen

  • 4
    6
    acals
    15.12.2016

    @cn3boj00: A propos Hoffnung = Wir erinnern uns an Abstimmungen zur Finanzierung des Stadionneubaus aus ausschliesslich kommunalen Steuergeldern; da wurde 2x der Hut in den Ring geworfen und gesagt:
    a) Herr Baeckermeister Meyer und ein weiterer Stadtrat duerfen wohl an der Abstimmung nicht teilnehmen weil es rechtliche Bedenken gibt (Danke nochmals an Frau Zais! Das ist nicht vergessen, und auch Sie im Stadtrat zu wissen macht mich stolz auf Chemnitz, wie bei jedem anderen sachlich argumentierenden Stadtrat auch!)
    b) jaehrliche 2 Mio-Zahlungen an die GGG genehmigt die LD nicht.

    Diese Argumente wurden damals nicht von Rechtsanwaelten vorgetragen ...

    ... mit Frau Patt hat aber eine professionelle Rechtsanwaeltin mit langjaehriger Berufserfahrung gesprochen. Man kann ja anderer Meinung/Auffassung sein - aber an ihren Argumenten kommt man jetzt nur noch sachlich vorbei, nicht mehr 'postfaktisch'!

  • 10
    7
    cn3boj00
    15.12.2016

    Man kann nur hoffen, dass die Mehrzahl der Stadträte das auch so sieht. Erstens muss der Profisport aus dem Verein ausgegliedert werden, denn es kann nicht sein dass durch Missmanagement ein ganzer Verein existentiell bedroht wird. Zweitens muss logischerweise, wenn die Abfindung jetzt am Stück ausgezahlt wird, im Gegenzug die Nutzungsgebühr für den Verein erhöht werden, also wird er durch die Zahlung noch mehr in die Insolvenz getrieben. Das Risiko, dass das Geld der Chemnitzer damit weg ist, steigt. Da könnte man statt dessen lieber einen Spendenaufruf starten. Wer drittklassige Fußball braucht soll dafür zahlen!
    Drittens: niemand will einen Kredit geben, der wahrscheinlich verloren ist. Nur EINS, aber die können den Verlust verschmerzen und auf die Stromkosten draufhauen.
    Die Ideen von Herrn Hänel mögen ja ganz gut sein, nur zeigen sie in keinster Weise einen Plan für die Konsolidierung der Finanzen auf. Und das muss Voraussetzung sein!

  • 17
    7
    acals
    15.12.2016

    Sehr geehrte Frau Patt, Sie haben das Problem hervorragend auf den Punkt gebracht. Sie im Stadtrat zu wissen macht mich stolz auf diese Stadt!