Aktion warnt: Alarmstufe Rot für Veranstalter

Freiberger Bauten angestrahlt: Eventchefin appelliert an Politik

Freiberg.

Die Sommernächte verschlankt, viele Veranstaltungen abgesagt: Wie die gesamte Branche steht die Gastro-Service GSM vor Riesenproblemen, erklärt Eventchefin Andrea Tzschöckel.

Bei der Aktion "Night of light" beleuchten in der Nacht zum Dienstag viele Veranstalter in vielen Orten Gebäude. Was haben die Freiberger zu erwarten?

Andrea Tzschöckel: Ab 22 Uhr werden Tivoli, Schloßplatz, Nikolaikirche und Obermarkt in rotes Licht getaucht. Zumindest Schloß Freudenstein und Tivoli sollen bis 1 Uhr beleuchtet sein. Wir hoffen, dass zu den vier Objekten weitere hinzukommen. Thomas Schmidt, Jörn Raue und Michael Mokroß alias DJ Fire-Entertainment setzen als technische Dienstleister das Ganze mit uns in Freiberg um.

Warum rotes Licht?

Weil für die gesamte Veranstaltungsbranche Alarmstufe Rot herrscht, appellieren wir an die Politik, uns zu unterstützen. Viele Organisatoren stehen wegen der Corona-Regelungen vor dem Aus, vor allem, weil mindestens bis Ende Oktober Großveranstaltungen verboten sind. Das hat Riesenfolgen für einen Milliardenmarkt und ist für viele existenzgefährdend.

Wie steht es um die GSM?

Fast alle unserer rund 50 Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Von sonst übers Jahr mehr als 200 Veranstaltungen, die allein die GSM-Eventabteilung unterstützt, plus wöchentlich etwa vier im Tivoli, ist wenig übrig. Unsere kleinere Variante der Sommernächte macht nicht wett, dass uns 80 bis 90 Prozent unseres Geschäftes verloren gehen. Die wichtigsten Monate Juni, Juli, August fehlen. Noch hoffen wir, dass für Weihnachtsmärkte wieder mehr möglich ist.

Was erhoffen Sie sich noch?

Wir setzen auf einen sächsischen Sonderweg, dass unter strengen Auflagen Ausnahmen möglich werden. Auch dafür steht die Farbe Rot: Für Leidenschaft und Hoffnung, die jeder für diese Arbeit mitbringt. grit

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