Asylbewerberheim Chemnitz-Ebersdorf: Was Anwohner bewegt

Behördenvertreter beantworten Fragen von Nachbarn der Einrichtung am Adalbert-Stifter-Weg

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    gelöschter Nutzer
    22.10.2012

    Erstaufnahmestelle - das heißt, dass die Leute da erst mal aufgenommen werden. Nun gut, warum das 6 Wochen dauert ist mir nicht ganz klar, aber ich weiß auch nicht, was alles zu einer Erstaufnahme gehört.
    Ich denke, grundsätzlich soll so eine Erstaufnahmestätte, wie alle anderen sozialen Einrichtungen erst mal so billig wie möglich sein, daher - und weil es auch weltweit zuviele Sprachen gibt - ist es einfach schlichtweg nicht möglich, für jede Sprache einen Dolmetscher zu finden.
    Ich vermute, der Verein wird mit den gängigen Sprachen schon zurechtkommen.
    Arbeitserlaubnis etc. das sind Dinge, um die es erst später geht. In den ersten Tagen ist es vermutlich erst mal relevant zu klären: woher, wohin, wie hergekommen, was ist der Grund, wie geht es weiter.
    Meines Erachtens sollten solche Auffangstellen grundsätzlich eher nicht von freien oder kirchlischen Trägern betrieben werden sondern staatlich organisiert sein, allerdings auch so, dass da ein menschlicher Ton herrscht.

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    gelöschter Nutzer
    21.10.2012

    TheSaxon: Ganz so logisch und gerecht geht es in Asylverfahren denn doch nicht zu. Meine Bekannten sind wg. ethnischer Probleme geflüchtet, und haben mehr als 10 Jahre in der ständigen Angst gelebt, doch noch abgeschoben zu werden! Dass der Mann dann eine Zeitlang schwarz gearbeitet hat, konnte ich ihm nicht wirklich verdenken. Der wäre sonst in der Psychatrie gelandet, der kann nicht rumsitzen.

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    gelöschter Nutzer
    21.10.2012

    @unwichtig

    Ich halte ihren Beitrag für recht naiv und zudem stark ideologisch beeinflusst. Probleme müssen angesprochen werden, um sie lösen. Diejenigen in eine rechtsextreme Ecke zu drücken, ist einfach nur schäbig und kommt eher von Leuten, die keine Argumente haben bzw. eine offene Diskussion scheuen.

    @wuehlmaus

    Das ist leider das Problem, wenn von Wirtschaftsflüchtlingen das Asyl missbraucht wird. Die einen sind hier, weil sie in ihrem Herkunftsland auf grund ihrer entnischen Abstammung, rel. - sex. -pol. Anschauung und Ausrichtung verfolgt werden....solche werden auch als Asylanten über das Asylverfahren anerkannt.....die anderen sind hier, weil sie auf grund der schlechten wirtsch. Lage im Heimatland sich in Europa..Dtl. ein besseres Leben erhoffen...letztere werden aber als solches nicht als Asylanten anerkannt...Wirtschaftsflucht ist kein Asylgrund und das ist gut so. Bei anerkannten Aslylanten wäre ich auch dafür, diesen den Weg zur Aufnahme einer Arbeit / Arbeitserlaubnis zu eröffenen bzw. alle Wege zur Integration in die hiesige Gesellschaft zu eröffnen.

    TheSaxon

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    gelöschter Nutzer
    21.10.2012

    @wuehlmaus: Ja, leider ist das die traurige Wahrheit - Ihrem Kommentar kann ich nur voll und ganz zustimmen, da gibt es nicht's weiter hinzuzufügen.
    Außer: Wenn sich die menschenunwürdigen Bedingungen im gesamten Asylverfahren nicht ändern, werden auch die daraus entstehenden Probleme nicht nachlassen.

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    gelöschter Nutzer
    20.10.2012

    unwichtig: Ich war auch davon ausgegangen, dass sich die Erstaufnahmeeinrichtung unter der Regie des Bundeslandes Sachsen befindet. Dass die Leute keine Ansprechpartner in ihrer Sprache dort haben, darf nicht sein. Wenn dieser katholische Verein der Aufgabe nicht gewachsen ist, muss vielleicht mal ein anderer Träger her?
    Gegen die Langeweile wäre ein Deutsch- Grundlagenkurs sicher sinnvoll. Sicher, kostet Geld, aber wenn die Leute Quatsch aus Langeweile machen, ist das ja auch nicht kostenlos.
    Das mit dem Anlächeln ist für eine Frau so eine Sache: Wird von Männern, besonders aus anderen Kulturkreisen, ganz schnell falsch interpretiert.
    Deshalb hatte ich schon mal die Idee, in dieser Erstaufnahmeeinrichtung Benimmkurse anzubieten. In denen geklärt wird, wie man sich hier verhält, wenn man nicht anecken will. Schon solche Kleinigkeiten, dass man hier mehr räumlichen Abstand zu seinen Mitmenschen hält. Und ganz speziell, wie man(n) sich Frauen gegenüber benimmt. Dass es hierzulande eben garnichts bedeutet, wenn eine Frau das Aug´ nicht züchtig niederschlägt, sondern einen frei und freundlich anschaut.

    Selbst wenn die Leute wenigstens eine Duldung bekommen, ist das Elend noch nicht vorbei. Ich habe für einen solchen einige Bettelbriefe an die Ausländerbehörde geschrieben, weil er einfach nur arbeiten wollte. Für einen Mann, der voller Energie seine Familie selbst versorgen will, ist es unerträglich, jahrelang herumsitzen zu müssen und nicht arbeiten zu dürfen.

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    gelöschter Nutzer
    20.10.2012

    Das Problem heißt: Rassismus!

    Nur wenn sich die Bedingungen für die Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung und im gesamten Asylverfahren ändern, werden auch die zwangsläufig entstehenden Probleme nachlassen.

    Zeigen wir den rechten Propagandisten die rote Karte!

    Pro Chemnitz und die NPD haben kein Interesse an den Menschen vor Ort. Sie versuchen Stimmungen zu kanalisieren und bedienen rassistische Vorurteile, um Wählerstimmen zu mobilisieren.

    Wehret den Anfängen!

    Wenn wir den Flüchtlingen nicht mit Unmut, Anfeindungen und Kriminalisierung begegnen, sondern ihnen ein liebes und verständnisvolles Lächeln oder ein freundliches Wort schenken, dann wird auch ein gemeinsames Auskommen möglich sein.
    Selbst begegne ich den Flüchtingen öfters und sie spüren, dass ich viel Verständnis für ihre unglaublichen psychischen Belastungen habe - oftmals bekomme ich ein dankbares Lächeln von ihnen zurück.

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    vomdorf
    20.10.2012

    hab ich das jetzt richtig verstanden?
    das chemnitzer asylbewerberheim wird von den maltesern betrieben, die dort betreuer einsetzen, deren qualifikation nicht bekannt ist und die auch keine der landessprachen der asyl suchenden (wenigstens in ansätzen) beherrschen. die asylanten wissen den ganzen den ganzen tag nicht, was sie tun sollen, aber es ist eben auch keiner da, der ihren das mal erklären würde. ...ich frage mich gerade, wie die leute ihren asylantrag stellen....aber...sie können ihre *dienste* anbieten????
    warum können nicht endlich gesetze gemacht werden, dass dieses menschen arbeiten dürfen...wenigstens die männer, wenn sie mit ihren familien hier sind? wenn diese leute nämlich 8 stunden für fußwege säubern usw. herangezogen würden, und es nur geld gäbe, wenn sie arbeiten, dann hätten sie weniger zeit blödsinn aus langerweile zu veranstalten und sie würden lernen, dass deutschland nicht das land ist wo milch und honig fließen.
    ich weiß, dass man das hier nicht ausdiskutieren kann und auch keine wirklichen lösungen findet, bin aber wieder einmal mehr froh, *auf dem dorf* zu leben.