Behörde zählt mehr Rechtsextreme im Landkreis

Zahl der Straftaten nimmt zu - Neben III. Weg auch kleinere Gruppen aktiv

Zwickau.

Zwischen 200 und 250Personen werden im Landkreis Zwickau der rechtsextremistischen Szene zugerechnet. Das geht aus dem sächsischen Verfassungsschutzbericht für 2018 hervor. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem 150 bis 200 Personen erfasst wurden. Den Grund sehen die Verfassungsschützer in den verstärkten Aktionen der Partei Der III. Weg und dem damit verbundenen erhöhten Bekanntheitsgrad. Der Bericht sieht zudem durch "Nationale Streifen" des III. Wegs in Zwickau das staatliche Gewaltmonopol in Frage gestellt. Auch die Ereignisse in Chemnitz vom August 2018 hätten der Szene Zulauf gebracht. Im Vergleich zu anderen Regionen im Freistaat liege der Landkreis Zwickau bei der Stärke der rechtsextremistischen Szene im mittleren Bereich.

Von der Ortsgruppe Zwickau der Identitären und dem seit Mitte 2018 vereinigten Kreisverband Zwickau-Vogtland der NPD seien im Vorjahr keine Aktivitäten ausgegangen. Allerdings beobachten die Verfassungsschützer neben den parteigebundenen Strukturen auch kleinere Gruppen, die meist auf ihren Wohnort beschränkt seien. Die Szene sei hauptsächlich durch Straftaten gegen ihre Feindbilder aufgefallen. Insgesamt hat die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten 2018 zugenommen. 183 Taten weist der Verfassungsschutzbericht im Landkreis aus. Sechs davon wurden als Gewalttaten eingestuft. Das ist ein Anstieg um 47 Straftaten. (nkd)

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