Beliebtes Motiv von Fotografen und eines Malers

Auflösung Fotorätsel 1259: Die Kienmühle im Tal des urigen Kemnitzbaches war das gesuchte Lösungswort.

Weischlitz.

"Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...", die älteren Leser kennen dieses Lied noch. An der Kienmühle ist es aber längst still geworden, nur bis zum Jahr 1948 wurde dort Korn gemahlen und bis 1962 auch noch Bretter geschnitten.

Ihre Aufmerksamkeit hat die Mühle aber nach wie vor nicht verloren. Sie liegt in der Gemeinde Weischlitz idyllisch im Tal des Kemnitzbaches, der dort Felsbrocken umspült und auch heftig werden kann. Einst war es der Maler und Illustrator Hermann Vogel (1854 bis 1921), der im Bereich dieser Mühle samt Umgebung seine Motive fand, die auf etlichen romantischen Zeichnungen gedruckt weite Verbreitung fanden. Heute sind es die Wanderer, die mit großen Kameras und kleinen Smartphons das Gemäuer aufnehmen und über Internet verbreiten.

An heißen Tagen, wie es am Pfingstmontag war, zogen Scharen von Wanderern dort vorbei und kühlten sich Wangen und Hände an einen der kleinen Brunnentröge am Haus.

Eine Hinweistafel klärt auf, dass vor 337 Jahren die Kienmühle erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie hatte ehemals zwei Wasserräder und war eine von sechs Mühlen am Kemnitzbach, der 13 Kilometer lang ist und ein Gefälle von 207 Meter hat. Im Jahre 1802 ist die Mühle umgebaut worden, aber hat auch heute noch ein stattliches Aussehen. Man sieht es dem Haus an, dass es gepflegt wird. Daran vorbei führt der Burgstein-Lehrpfad, der natürlich auch zu den Burgstein-Ruinen oben auf dem Berg führt. Dort sind die Reste zweier Wallfahrtskirchen aus dem Spätmittelalter zu sehen. Dass sie Ruinen geworden sind, klärt eine Hinweistafel auf: Im Jahre 1540 verfügte Kurfürst Joh. Friedrich zu Sachsen den Abbruch, um nach der Reformation die Burgstein-Wallfahrten endgültig zu unterbinden.

Gewonnen hat Ronny Schinkitz aus Leubnitz. Er bekommt - passend zum Wetter in dieser Woche - einen Design-Regenschirm. Das nächste Rätselfoto erscheint am Samstag.

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