Erlebnis-Einkauf zunächst bis 8. August

Nach dem ersten Samstagshopping mit Kultur in Freiberg setzt die Stadt auf weitere Teilnehmer. Im Juli wird Bilanz gezogen.

Freiberg.

Das erste Erlebnis-Shopping in der Freiberger Altstadt hat Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) als "sehr gelungenen Auftakt mit kleinen Reserven" bezeichnet. Viele Freiberger seien entspannt durch die Gassen gebummelt, zeitweise sei der untere Teil der Burgstraße als Boulevard zum Flanieren genutzt worden, sagte der OB am Montag und verwies auch auf andauernden Applaus für die Künstler der Mittelsächsischen Philharmonie und des Theaters.

Den ersten Erlebnis-Shopping-Samstag hatte die Stadtverwaltung mit Händlern und Künstlern als Auftakt für Projekte organisiert, um die Innenstadt nach der Corona-Pause wieder zu beleben. Die Aktion ist 14-tägig geplant, das nächste Mal zusammen mit einer Schlemmer-Safari der Freiberger Gastronomen am 27. Juni. Sven Krüger kündigte am Montag an, zusammen mit den Händlern nach dem Erlebnis-Shopping am 11. Juli zu beraten, ob und in welcher Form die Serie nach dem 8. August fortgesetzt wird: "Denn es müssen Öffnungszeiten personell abgesichert und auch selbst Akzente mit Aktivitäten und Mitmach-Aktionen gesetzt werden", so das Stadtoberhaupt zur Begründung.

Für die nächste Auflage sollen nach seinen Worten noch mehr Einzelhändler gewonnen werden. "Von teilnehmenden Händlern haben wir bis auf Kleinigkeiten ausschließlich positives Feedback erhalten", unterstrich der Oberbürgermeister. Damit hoffe die Stadtverwaltung diejenigen zu bewegen teilzunehmen, die noch zögerten.

Besucher und Händler hatten die Aktion am Wochenende gelobt, zugleich aber die frühe Schließzeit der Tourist-Information am Samstag kritisiert. Krüger kündigte an, dass die Öffnungszeiten der Tourist-Information wegen der wachsenden Nachfrage demnächst wieder erweitert und auch wieder auf Sonntag wie zur Vor-Corona-Zeit ausgedehnt werden. (grit)


Kommentar: Ein Anfang

Einkaufssamstag mit Kultur, Schlemmer-Meile, Campen am Schloss, Obermarkt-Konzerte, Gebührenbefreiung für Biergärten: Die Freiberger - Stadt, Händler, Gastronomen, Künstler - setzen dem Kehraus durch die Coronakrise Initiative und Aktionen entgegen. Es ist den Kreisstädtern zu wünschen, dass sie Erfolg haben und sich die Strategie in klingender Münze und damit dem Erhalt von Geschäften und Arbeitsplätzen auszahlt. Wie ernst die Situation ist, wissen alle, bis hin zu Stadträten verschiedener Fraktionen, die ihrerseits Unterstützung geben wollen. Doch zur Wahrheit gehört auch die von der Stadt angekündigte Bilanz im Juli. Ein wichtiger Schritt, denn auch gute Initiativen wollen gestemmt und finanziert sein.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.