Forschung zu Opfern politischer Gewalt

Verein informiert über Möglichkeiten der Klärung von Schicksalen

Limbach-Oberfrohna.

Wie Familienforschung und Erinnerungskultur miteinander vernetzt werden können, das soll der nächste Genealogiestammtisch "Limbacher Land" aufzeigen. Bei der Kooperation der Bürgerakademie des Vereins "L.O.s geht's" und Familienforschern soll über die Möglichkeiten gesprochen und aufgeklärt werden, die es im Zusammenhang mit der Frage nach Schicksalen von Opfern politischer Gewaltherrschaft in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gibt.

Bei der Veranstaltung, die am Mittwoch, 23. Oktober, um 19 Uhr, in der Parkschänke in Limbach-Oberfrohna beginnt, sollen sowohl Aspekte der Familienforschung aufgezeigt als auch Fragen der öffentlichen Erinnerungskultur diskutiert werden. Wie der Verein der Genealogen weiter dazu mitteilt, sind tausende Menschen in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone nach dem Zusammenbruch der Nazi-Gewaltherrschaft in die Fänge des sowjetischen Regimes geraten. Über deren Schicksale lägen in der Regel meist wenige oder keine konkreten Informationen vor.

Den zur Veranstaltung organisierten Vortrag wird der Wissenschaftler Bert Pampel, Leiter der Dokumentationsstelle in der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, halten. Pampel will in seinem Beitrag insbesondere auf die sowjetischen Speziallager in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone und auf die damit verbundene Opfer-Täter-Problematik eingehen.

Zudem möchte er darstellen, wie und in welchem Umfang auch heute noch Einzelschicksale aufgeklärt, Opfer rehabilitiert und noch lebende Angehörige möglicherweise auch entschädigt werden können. Die Stiftung Sächsischer Gedenkstätten unterstütze die Angehörigen nach Auskunft des Genealogenvereins dabei, ihre Anliegen zu klären. Zudem werde in der Veranstaltung eine Recherche zu Opfern im Raum Limbach-Oberfrohna vorgestellt. Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit, an den Referenten Fragen zu stellen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. (reu)

Service: Um die Organisation der Veranstaltung entsprechend planen zu können, bitten die Familienforscher, sich im Vorfeld anzumelden. Möglichkeiten dazu gibt es per E-Mail an gsl@genealogiestammtisch.de beziehungsweise telefonisch beim Stadtarchiv unter der Nummer03722/78401.

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