Gemeinde Breitenbrunn ändert ihre Schulbezirke

In Antonsthal und Rittersgrün sollen langfristig die Grundschulen erhalten bleiben. Deshalb hat der Träger Kinderanzahl und familiäre Belange im Blick - und er reagiert auch.

Breitenbrunn.

Für die Einschulung im Schuljahr 2021/2022 rechnet die Gemeinde Breitenbrunn derzeit mit maximal 59 Abc-Schützen. Das ergibt sich aus aktuellen Zahlen des Einwohnermeldeamts und aus Informationen zu zurückgestellten Kindern, die eigentlich 2020 eingeschult werden sollten. "Bei einem Klassenteiler von 28 wären somit für 2021/2022 drei 1. Klassen zu bilden - zwei in unserer Grundschule Antonsthal, eine in unserer Grundschule Rittersgrün", erklärt Hauptamtsleiter Thomas Scheibner.

Um den Bestand beider Schulen weiter zu sichern und Belange von Familien zu berücksichtigen, die bereits Kinder in einer dieser Bildungseinrichtungen haben, änderte der Gemeinderat einstimmig die Schulbezirkssatzung, die ohnehin für jedes Schuleingangsjahr neu zu beschließen ist. Denn nach der bisherigen Variante wären 2021 in Antonsthal 32 Mädchen und Jungen eingeschult worden, in Rittersgrün 27. Das hätte also zwei sehr kleine Klassen und eine sehr große Klasse ergeben. Außerdem wäre die derzeitige Straßenzuordnung zu den Schulbezirken für drei Familien zum zusätzlichen Problem geworden: Einschulung von Kindern in Rittersgrün, obwohl ältere Geschwister in Antonsthal zur Schule gehen. Zu den alltäglichen Belastungen käme für jene Eltern dazu, zwei verschiedene Grundschulen ansteuern zu müssen. Aus den Gründen entschied sich die Gemeinde, den Ortsteil Breitenbrunn für 2021 komplett dem Einzelschulbezirk Antonsthal zuzuordnen.

Das bedeutet: Haben die derzeit absehbaren Zahlen Bestand, bekommen 2021 in Antonsthal 38 Kinder (20 aus Breitenbrunn, 2 aus Antonshöhe, 7 aus Antonsthal, 6 aus Erlabrunn und 3 aus Steinheidel) ihre Zuckertüten. In Rittersgrün werden demnach 21 Schulanfänger (19 aus Rittersgrün und 2 aus Tellerhäuser) begrüßt. Zahlenmäßig führt das zu drei recht ausgeglichenen Klassen.

Ein Restrisiko bleibt jedoch, weil noch nicht klar ist, wie sich die Anzahl der Abc-Schützen für 2021 bis dahin tatsächlich entwickelt. Rückstellungen und Wegzüge könnten nämlich dazu führen, dass die Gesamtanzahl der Schulanfänger - einschließlich der Gewichtungszuschläge für Kinder mit besonderem Förderbedarf - unter 57 rutscht. Und dann würde das zuständige Landesamt für Schule und Bildung den geltenden Klassenteiler von 28 anwenden und in jedem Einzelschulbezirk nur eine 1. Klasse bilden. Ein weiterer Vorbehalt: Eltern ist es möglich, Ausnahmeanträge für die Einschulung ihrer Kinder in einer Grundschule ihrer Wahl zu stellen.

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