"Löwe" soll erst im November starten

Die Einweihung des Festsaals ist um zwei Monate verschoben, weil der Ausbau in Verzug geraten ist. Der Ministerpräsident kann bei der Eröffnung trotzdem dabei sein.

Hainichen.

Zum Neujahrsempfang war noch alles in trockenen Tüchern. Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) warb kräftig für die Einweihung des sanierten Neorokokosaals des "Goldenen Löwen" am 11. September. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wurde als Ehrengast angekündigt.

Anfang März gingen schon die Einladungen raus, das Eröffnungswochenende war komplett durchgeplant. Dann gab es einen größeren Wasserschaden im Kellergeschoss, der laut Bürgermeister für die Einweihung des eigentlichen Festsaals aber kein Hinderungsgrund gewesen wäre. Aber dann kam Corona, und damit war schon nicht mehr klar, ob es überhaupt eine öffentliche Eröffnungsfeier geben darf.

Die ist nun vom 11. September auf den 13. November verschoben worden, inklusive Programm und dem Landesvater als Ehrengast. "Ich hatte mich in der sächsischen Staatskanzlei natürlich erkundigt, ob Michael Kretschmer für den neuen Einweihungstermin noch Zeit hat", sagte Greysinger. "Mit seiner Zusage ging auch die Terminverschiebung mit dem Polizeiorchester einher. Damit können wird das Programm beibehalten." So soll es am Auftaktwochenende auch das Programm des Mittelsächsischen Kultursommers und ein Konzert des sinfonischen Blasorchesters Frankenberg geben.

Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass bis November auch der Bau des Festsaals komplett abgeschlossen ist. Ungeachtet dessen gelte für die Baufirmen aber weiterhin der alte Terminplan mit der Fertigstellung im Spätsommer. Bauplaner Klaus Burkhardt vom Ingenieur- und Architekturbüro Bauprojekt aus Hainichen konnte schließlich Anfang Mai schon verkünden, dass die Sanitärräume fertiggestellt, das neue Parkett schon verlegt seien. Auch die Türen seien eingebaut. Die Abnahme durch den Tüv sollte ursprünglich am 12. August erfolgen.

"Die Pandemie hatte und hat aber noch Einfluss auf das Baugeschehen", erläutert der Bürgermeister. "Einzelne Gewerke waren in den vergangenen Wochen leider nur eingeschränkt arbeitsfähig." Dadurch seien wiederum andere Gewerke in Verzug geraten, weil diese erst verspätet mit ihrer Arbeit beginnen konnten. Deshalb stehe derzeit nicht fest, ob am 11. September wirklich alles fertig ist.

Wie viele Gäste zum neuen Termin kommen können, kann Greysinger derzeit noch nicht sagen. Dies hänge von den dann geltenden Coronaschutzverordnungen ab. Entsprechende Einladungen sollen verschickt werden, wenn es Gewissheit gibt. Die Anzahl der zunächst geplanten 250 Gäste könne wohl nicht gehalten werden.

Mit dem Nutzungskonzept sei man weiter voran gekommen, der Betrieb der Festsaals werde wohl in der Hand der Stadt bleiben. Man habe keinen geeigneten externen Betreiber gefunden. Dass der Start nun an einem Freitag, dem 13., erfolge, sieht Greysinger nicht als böses Omen, im Gegenteil: "Für mich ist das eine Glückszahl, die mit zwei guten Ereignissen verbunden ist."

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