"Notlösung" findet Anklang

Auf Live-Musik mussten Besucher der Fête de la Musique in Zschopau verzichten. Dafür sorgte ein weiblicher DJ auf mobiler Bühne für gute Laune.

Zschopau.

Prall gefüllte Straßen gab es bei der diesjährigen Fête de la Musique in Zschopau nicht. Konnte es aufgrund der Corona-Richtlinien aber auch gar nicht geben. Organisatorin Vanessa Thielemann von der Stadtverwaltung war daher bereits mit reichlich 200 Besuchern "sehr zufrieden". Verteilt hatten sich diese auf die vier Stationen, an denen DJane Simplie pi Musik auflegte.

Eine Absage der Veranstaltung, deren Tradition Anfang der 1980er-Jahre in Paris geboren wurde, kam für die Zschopauer nicht infrage. Stattdessen änderten sie ihr Konzept, um große Menschenaufläufe zu vermeiden. Statt mehrerer fester Standorte, an denen sonst Live-Musik geboten wurde, gab es diesmal nur eine mobile Bühne. Und die gehörte keiner Band, sondern einer Studentin, die aus München stammt und jetzt in Chemnitz wohnt.

"Es ist ein schöner Nebenjob", sagt DJane Simplie pi über die Arbeit an ihrem Mischpult, der sie am frühen Sonntagnachmittag zunächst im August-Bebel-Wohngebiet nachging. 25 Leute fand sie für den Anfang ganz okay. "Es hätte ja auch sein können, dass es gar keinen interessiert." Der nächste ihrer 45-minütigen Shows folgte in der Zschopauer Oststadt, wo immerhin schon 37 Leute zuhörte. "Es hat sich kontinuierlich gesteigert", berichtet die 25-Jährige, die an der Grundschule am Zschopenberg die Gäste sogar zum Tanzen brachte. "Erstaunlich war, dass der Großteil etwas älter war. Ich habe fast ausschließlich Schlager gespielt", so DJane Simplie pi, die auf dem Marktplatz dann vor mehr als 70 Personen auflegen durfte. "Und alle haben sich super an die Corona-Regeln gehalten", sagt Vanessa Thielemann, der zufolge das Konzept mit mobiler Bühne sehr gut ankam.

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