Ohrfeigen haben nun teure Folgen

Gericht verurteilt rabiate Frau in Abwesenheit

Hohenstein-Ernstthal.

Eine Ohrfeige kann teuer werden. Das muss jetzt eine Frau aus Limbach-Oberfrohna erfahren, die vom Hohenstein-Ernstthaler Amtsgericht in Abwesenheit zu einer Geldstrafe in Höhe von 1040 Euro verurteilt worden ist. Weil die Angeklagte vor Gericht nicht erschien, ging Richter Manfred Weber direkt ins Strafbefehlsverfahren über. Vier Zeugen erschienen somit umsonst. Nun bekommt die Angeklagte teure Post.

Sie hatte am 25. Mai in der Albertstraße in Limbach-Oberfrohna offenbar grundlos eine Nachbarin attackiert. "Ich hatte gemerkt, dass mein Kind auf die Straße gelaufen ist, und habe gerufen. Plötzlich ging sie auf mich los", sagte die Frau. Immer wieder komme es zwischen der Angeklagten und den Nachbarn zu Auseinandersetzungen, berichten die Zeugen. Die Begegnung mit der Angeklagten auf der Straße eskalierte diesmal. Zwei Ohrfeigen musste die 35-Jährige einstecken, wurde außerdem gewürgt. "Sie nahm mir einfach die Brille von der Nase und hat sie vor meinen Augen zerbrochen", klagt das Opfer.

Blütenweiß ist das Bundeszentralregisterauszug der Angeklagten nicht mehr. Erneut muss sie nun zahlen. Legt sie keinen Widerspruch gegen den Strafbefehl ein, wird dieser rechtswirksam. Sollte sie die Strafe nicht bezahlen, drohen ihr ersatzweise 80 Tage Haft. (hpk)

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...