Sie will für Demokratie und Toleranz eintreten

Genau 21 Frauen und Männer unter den gewählten Plauener Stadträten sind neu im Gremium. Die "Freie Presse" stellt sie vor. Heute: Diana Zierold, Grüne

Plauen.

Diana Zierold (48) stammt aus Plauen. Sie wohnt in Haselbrunn. Nach dem Abitur hat sie ein Fachschulstudium zur staatlich anerkannten Erzieherin (Heimerziehung) gemacht. Seit ihrer Jugend ist Zierold politisch aktiv, deckte zum Beispiel die Wahlfälschung im Mai 1989 mit auf. "Meinungsfreiheit war mir immer wichtig", so Zierold. Wohl auch deshalb sei ihr vom Direktor der Fachhochschule die Exmatrikulation angekündigt worden - zum Glück hat die Wende den Rauswurf vereitelt.

Nach einem sogenannten Anerkennungsjahr im Kindergarten baute Zierold bei den Johannitern die Soziale Gruppenarbeit mit auf, arbeitete dort fünf Jahre mit Jugendlichen. "Ab 1998 habe ich Soziologie im Diplomstudiengang an der TU Chemnitz studiert, Nebenfächer BWL und Psychologie", berichtet sie. Nach einem Intermezzo als Dozentin und in einem Forschungsprojekt wechselte Zierold ans Deutsche Jugendinstitut - heute wieder ihr Arbeitgeber. Zierold forscht zum Extremismus. Derzeit hat sie außerdem eine Stelle im Plauener Malzhaus inne, im Bereich Soziokultur. Sie bereitet unter anderem die Ausstellung zur Friedlichen Revolution 1989 mit vor. An ihrem Wissenschaftlerinnenleben schätzt Zierold vor allem das Abwechslungsreiche. Als Grünen-Stadträtin will sie für Demokratie und Toleranz eintreten. Ihre Ziele: Plauen als weltoffene und ökologische Stadt weiter voranbringen. "Ich möchte die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung ausbauen helfen, mit dafür sorgen, dass Rassismus keinen Platz in der Stadt hat."


Zierold ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder. Als ihr Hobby sieht sie auch ihr politisches Engagement, zudem liest sie gern, fährt Rad, gönnt sich Kultur und ist "begeisterte passive Sportlerin". Zierold ist Christin und engagiert sich in der Markus-Paulus-Kirchgemeinde. Für sie sei christliche Haltung, "das persönliche Gespräch zu suchen, die Hintergründe zu erfahren und eventuellen Unmut nur demjenigen mitzuteilen, für den es gedacht ist". Werte wie Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung, Achtung aller Lebensformen und Ehrlichkeit integriert die ehemalige Leiterin der Wohnstätte Syratal in ihren Alltag.

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