Fernzüge fahren frühestens 2027 von Chemnitz nach Leipzig

Strecke wegen Elektrifizierung zwei Jahre nicht durchgängig befahrbar - Neuer Haltepunkt für Nahverkehr

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15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 8
    2
    Zeitungss
    21.02.2020

    Herr Müller, wir kommen gelegentlich noch einmal auf die Argumente der DAUERNÖRGLER zurück, ich bin auch einer davon.
    Was hier geboten wird, von Ihnen als Erfolg gesehen, lässt mich zweifeln, dass wir das Jahr 2020 schreiben und es gilt leider nicht nur für diese Baustelle bei der Bahn. Sie haben sich in Erinnerung gebracht, am "Projekt" ändert sich allerdings nichts, Ziel erreicht, wie es heute in der Politik üblich ist.
    Nehmen Sie es nicht gar so persönlich, wie schon gesagt, es ist heute Standard in Deutschland.

  • 9
    0
    HHCL
    21.02.2020

    @CPärchen: Ja, die gesetzlichen Vorgaben sind umfangreicher, aber wer hat die den in Kraft besetzt? Die Politiker, die sich gern hinter diesen Vorgaben verstecken!
    Das Land ist hoffnungslos überreguliert, da man auch glaubt für jede noch so absurde oder einmalige Eventualität alles per Gesetz regeln zu müssen. Niemand sieht mehr durch, alles dauert unendlich lang.

    Das Argument zieht also nicht.

  • 13
    1
    MuellerF
    21.02.2020

    "...was aber für das unterstellte Betriebsprogramm ausreichend ist. "

    Mal angenommen, das stimmt so-dann muss trotzdem nur in den eingleisigen Bereichen irgendeine Störung auf der Strecke sein (liegengebliebener Zug o.ä.), um sämtliche Verbindungen für Stunden oder länger lahmzulegen bzw. auszubremsen.
    Wenn man schon einmal baut, warum kann man dann nicht solche Fälle einplanen?

  • 5
    2
    ChWtr
    21.02.2020

    ok., die Antwort gebe ich mir selbst:

    81 km = 42 + 17 + 22 km (Junge, junge - jetzt kam ich aber ins Schwitzen!)

    Mathe: vielleicht 'ne Drei, vielleicht.

    (die 17 km habe ich mit bei den 42 km eingerechnet...)

  • 10
    1
    vitaminbonbon
    21.02.2020

    @ChWtr : Für das „Flapsige“ entschuldige ich mich, war nicht so gemeint, sollte auch nicht flapsig rüberkommen.
    Von einem Glanzstück habe ich nix geschrieben, es ist ja auch keins. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, was wir gemeinsam von Stand „0“ bis jetzt geschafft haben.
    Die „Fehler“liegen viel früher: Eine „Sparsanierung“ der Strecke Chemnitz-Leipzig 2003-2005, ohne Elektrifizierung, mit großflächigen Rückbau des 2. Gleises, dafür für 160 km/h und Neigetechnik. Die Konzentration auf die Sachsen-Franken-Magistrale (kein (!) Fehler), ohne weiterführende Elektrifizierung in Bayern bis Nürnberg.
    Und somit standen wir 2014/2015 eben am Punkt Null.
    Ausbau geplant 42 km zweigleisig zzgl der bereits 17 km Zweigleisigkeit. Rest 22 km bleibt eingleisig, was aber für das unterstellte Betriebsprogramm ausreichend ist.
    Beste Grüße,
    Detlef Müller

  • 10
    0
    fp112
    21.02.2020

    Der Simplon Tunnel ist 1906 mit Oberleitung in Betrieb gegangen...
    Der Gotthardt Basistunnel ist über 50 km lang, pünktlich fertig geworden, ebenfalls mit Oberleitung...
    So viel zum Thema Energie Wende, Oberleitungs LKW, Tesla und ähnlichen Problemen...

  • 3
    6
    Maresch
    21.02.2020

    @vitaminbonbon. Die Strecke wird doch sowieso gebaut, egal wer da aus irgendwelchen subjektiven Gründen jahrelang klagt und dagegen ist (siehe den tatsächlich sinnfreien Neubau 'Stuttgart 21').

  • 9
    4
    ChWtr
    21.02.2020

    Das sollte man so(ooooooo) flapsig nicht beantworten, @BonbonDetlefMüller.

    Wegen China haben Sie ungeteilt recht, jedoch den Begriff "soooooooo" zu verwenden, als ob alles in Butter wäre - weit gefehlt.

    Wegen den Dauernörglern teile ich nur bedingt Ihre Ansicht, oder wollen Sie ernsthaft bestreiten, dass es ein Glanzstück ist, vor ein paar Jahren noch nicht einmal im Bundesverkehrswegeplan gewesen zu sein. Nun gut, Sie können sagen, dafür tragen wir keine Verantwortung (...) Die (Ge)Wichtung ist alles! Offenbar war es bisher kein wirklich ernsthaftes Thema in Politik und Wirtschaft (!!!), sonst wäre die zeitliche Abfolge eine andere gewesen. Schwerpunkte setzt man anders. Aber wie das immer so ist, es müssen Gelder bereitgestellt werden. Ob nun vom Bund oder Amt - Wurscht! Es jedoch als Erfolg zu verkaufen, dass (jetzt) etwas geschafft wurde - nach Jahren, ach was sage ich - Jahrzehnten und eine Inbetriebnahme der Zugstrecke (vielleicht!) lt. Bahn Ende 2028 erfolgt, dann ist das überhaupt nicht als Glanztat zu sehen, überhaupt nicht.

    Aber wenigstens was (...), um es ein wenig versöhnlich auszudrücken.

    Komisch folgendes - oder ich ich bin zu blöd richtig zu interpretieren und zu verstehen:

    Bahnstrecke: 81 km gesamt (Trasse) / ungefähr die Hälfte davon zweigleisig = 42 km (bisher 17 km) / eingleisige Abschnitte = 22 km (verbleibenden Abschnitte...)

    Für mich bleibt da noch eine nicht unbedeutende (Schienen)Differenz offen (...), oder Mathe = Fünf, setzen. (und keine 6!, gab es bei mir nicht)

  • 20
    7
    vitaminbonbon
    21.02.2020

    Dann gern noch einmal: @maresch: Vergleiche zu China verbieten sich meiner Meinung nach. Zumindest wenn man Bürgerbeteiligung, Eigentumsrechte, Natur- und Lärmschutz ernst nehmen möchte. Wollen sie nicht? Dann sagen sie es auch so.
    Und generell: Wir haben es geschafft, dass die Strecke ins sogenannte „Maßnahmegesetz“ kommt ubd somit zu den 15 wichtigsten Verkehrsbauprojekten in Deutschland gehört. Vor ein paar Jahren waren wir noch nicht mal im Bundesverkehrswegeplan... das ist also schon ein gewaltiger Schritt. Mit dem Maßnahmegesetz wird der Bundestag die Genehmigungsbehörde, nicht das Eisenbahnbundesamt oder die Landesdirektion. Keine Planfeststellung, sondern Beschluss per Gesetz. Klagen gegen Baumaßnahme nur vor dem Bundesverfassungsgericht. Wir können somit durchaus 2 Jahre Planungs- und Genehmigungszeit sparen. Das ist alles nicht soooooooo schlecht, auch wenn es den Dauernörglern natürlich nicht reichen wird.
    Beste Grüße,
    Detlef Müller

  • 11
    5
    CPärchen
    21.02.2020

    Mag sein, dass früher mehr und schneller gebaut worden ist, aber die gesetzlichen Regelungen sind nunmal heute deutlich umfangreicher und da kann kein Politiker dieses ignorieren. Ich finde es auch doof, aber gegenwärtig ist es so.
    Ich las aber gerne, dass man ein Gesetz beschließen will, um kommende Klagen gleich abzubügeln. Da wurde mitgedacht

  • 18
    10
    Maresch
    21.02.2020

    In China wäre das in einem halben Jahr erledigt.

  • 26
    9
    Zeitungss
    21.02.2020

    Herr Müller, dann rechnen Sie mal weiter. Glauben Sie wirklich daran, dass auch nur eine Behörde für den Bau zuständigen bürokratischen Teil, sich die Butter vom Brot nehmen lässt ??? @FB hat es in seinem Beitrag bereits angeschnitten und man glaubt nicht, dass wir das Jahr 2020 schreiben. Noch einmal, die DR brachte es kurz vor dem Ende auf rund 300 Km Elektrifizierung im Jahr, was gerade Ihnen noch bekannt sein sollte. Was hier läuft, verdient den Namen Armutszeugnis, mehr ist es leider nicht. Über Höhe der Kosten sollte man ganz schweigen in diesem Land, erklären muss ich das sicherlich nicht, eine Verdoppelung ist heute schon einmal der Normalfall.

  • 31
    1
    fp112
    21.02.2020

    Es ist schon recht irritierend, wenn man bei Wikipedia nachlesen kann, wie lange vor 150 Jahren der zweigleisige Neubau dieser Strecke inklusive mehrerer wirklich großer Brücken gedauert hat ( man stelle sich nur vor, so eine Brücke müsste erneuert werden) und wie lange nun nur für die Elektrifizierung veanschlagt ist.
    Planungen und Studiendazu wurden doch schon immer wieder angestellt.
    Ein vollständig zweigleisiger Ausbau ist da ja wohl immer noch nicht vorgesehen!
    Ja warum denn das nicht.
    Die Trasse ist da , auch die Brücken sind so ausgebaut. Das war mal als Hauptstrecke konzipiert.
    Das scheint derzeit nicht so zu sein. Warum.
    Wenn mann nun die geplante und reale Bauzeit der parallel laufenden A72 betrachtet.....

  • 22
    15
    FreierBürger
    21.02.2020

    Bereits vor mehr als 100 Jahren war man per Bahn zwischen Chemnitz und Leipzig schneller unterwegs, als dies heutzutage möglich ist. Der Zeitrahmen für die Elektrifizierung ist für ein modernes Industrieland völlig unannehmbar. Das im Freistaat Sachsen zuständige Ministerium ist ziemlich lahmarschig, man hätte schon lange dezidiert reagieren müssen; eine kurzfristige realistische Alternative ist der Einsatz H2-getriebener Züge, die fahren auch ohne Oberleitung elektrisch und schon ginge die Post, also der Zug, ab! Einfach nur inkompetent, was da alles in Ministerien seinen Hintern breitsitzt!

  • 23
    1
    DS91
    21.02.2020

    Ein ICE wird es nicht. Ich habe bisher von keinerlei Planung für eine ICE Verbindung nach Chemnitz gehört.

    Planungen für eine IC-Verbindung jedoch schon. Laut Bahn soll die Strecke Norddeich- Hannover - Magdeburg - Leipzig - Chemnitz im 2h Takt fahren.



    Chemnitz-Leipzig-Berlin hingegen finde ich kontraproduktiv. Da wäre mir die Verbindung Chemnitz - Elsterwerda - Flughafen BER - Berlin und evtl bis nach Rostock viel wichtiger!

    Weshalb in Chemnitz weiterhin kein zweites Gleis liegen soll erschließt sich mir nicht. Grade mit der ChemnitzBahn und den restlichen Nahverkehr ist doch ein sehr hoher Takt mit vielen Stops gegeben. Da werden bestimmt bald Kapazitätsengpässe herrschen.