Gedenken für die Opfer rechter Gewalt

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11 Kommentare

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    bürgerenergie
    04.10.2019

    Ein 6 km langer, bewegender Trauermarsch, der seine 3 Höhepunkte hatte: Zum Einen an der Stelle des feigen Mordes am damals 17-jährigen Patrick Thürmer am Lungwitzbach, mit der Schilderung des Hergangs, der Aufklärung und Vertuschungen sowie der maximalen Strafe für einen der drei Täter von 11 Jahren Gefängnis. Zum Zweiten am Hohensteiner Markt, als eine der Beteiligten die wesentlichen Fakten zu den insgesamt 19 Toten als Opfer rechter Gewalt in Sachsen verlas. Und zum Dritten - der würdige Höhepunkt - die Ehrung an der Gedenktafel für Patrick Thürmer, zusammen mit Angehörigen von Patrick und RAA Sachsen, durch welche die Redebeiträge der Angehörigen verlesen wurden. Diese dankten dem RAA sowie Chemnitz Nazifrei, die dieses wichtige und gute Erinnern organisiert und durchgeführt hatten. Mehr als 200 Menschen aus ganz Sachsen waren der Einladung gefolgt. Nach der Niederlegung eines Kranzes durch die Angehörigen sowie von Blumen folgte - ohne jede Aufforderung, der Stimmung entsprechend - eine emotional stark bewegende Schweigeminute. Geprägt durch die Erinnerung wohl ebenso, wie von der Sorge um aktuelle Entwicklungen.
    Die Stadt Hohenstein-Ernstthal sollte sich beim nächsten Mal offen zeigen, ohne Probleme länger im Vorfeld Räumlichkeiten bereitstellen und so zu einer angemessenen und tiefgehenden Aufarbeitung der Geschehnisse beitragen. Im Sinne der Angehörigen ebenso, wie für ein gutes Miteinander in unserem Land. Um das dazu nötige Vertrauen haben alle, zumeist jüngeren Teilnehmenden an dieser Trauerveranstaltung jedenfalls geworben.
    Ich bin sehr dankbar, dass ich dabei sein durfte.