Rat prüft Angebote für Schüler mit Handicap

Hartmannsdorf tritt Verbund mit Burgstädt und Lunzenau bei

Hartmannsdorf.

Die Gemeinde Hartmannsdorf soll Schulstandort bleiben. Einem Beschluss zur Fortführung der Grundschule in öffentliche Trägerschaft haben die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung einhellig zugestimmt. Außerdem erklärten sie ihr Einvernehmen zum Schulnetzplan des Landkreises Mittelsachsen. Wie Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) auf Anfrage sagte, stimme Hartmannsdorf grundsätzlich auch der Bildung von Kooperationsverbünden zu. In so einem Verbund arbeitet Hartmannsdorf mit Burgstädt, Taura, Lunzenau, Penig, Lichtenau, Claußnitz und Mühlau zusammen, um beispielsweise bestimmte Förderschwerpunkte zu setzen.

Laut Landkreissprecher André Kaiser wird der Entwurf des Schulnetzplanes mit den Schulträgern sowie mit Schulnetzplanern angrenzender Regionen abgestimmt. Danach solle der Plan in diesem Jahr final im Kreistag behandelt werden, so Kaiser. Vorher beschließen die Stadt- und Gemeinderäte sowie die Kreisräte jeweils für ihre Schulen in öffentlicher Trägerschaft, ob diese fortgeführt werden und Kooperationen eingehen.

In jedem Verbund arbeiten jeweils mehrere Einrichtungen aus der Region zusammen. Das sächsische Kultusministerium will über die Kooperationsverbünde zugleich deutliche Schritte hin zu einem inklusiven Bildungssystem erreichen. Mehr Einrichtungen als bisher sollen eigene Förderschwerpunkte festlegen. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Behinderung sollen dadurch mehr Möglichkeiten bekommen, mit Gleichaltrigen, die keine solchen Handicaps haben, in den Einrichtungen gemeinsam zu lernen. Zu den Bereichen, in denen eine intensive Förderung angeboten werden könnte, gehörten beispielsweise Sehen, Hören, Sprache, Lernen sowie die körperlich-motorische, emotional-soziale und geistige Entwicklung.

Auf Anfrage sagte Weinert, dass die Grundschule ihre Möglichkeiten nutzen wird, um als Schwerpunktschule mitzuwirken. Konkrete Vorstellungen dazu gebe es jedoch noch nicht. Ein barrierefreier Ausbau sei in dem Schulgebäude zudem nicht möglich, so der Bürgermeister. Derzeit sind im Haus zwei Schulen untergebracht, die Grundschule nutzt das Erdgeschoss und die erste Etage. Derzeit lernen dort etwa 150 Kinder in sieben Klassen. Im Gebäude befindet sich auch eine freie Schule, die Europäische Oberschule.

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