Schloss Wechselburg erneut ohne Perspektive

Landrat Damm bestätigt: Jüngster Investor hat kein Interesse mehr

Wechselburg/Hartha.

Für das seit mehr als 16 Jahren leerstehende, teilweise marode Schloss in Wechselburg haben sich auch die jüngsten Hoffnungen auf eine Nachfolge für den Schlossherren zerschlagen. Wie Landrat Matthias Damm (CDU) nun auf Anfrage des Linke-Kreisrates David Rausch auch offiziell bestätigte, sind die Verhandlungen mit dem jüngsten Interessenten offensichtlich ins Stocken geraten: Der Entwurf für den Kaufvertrag liege seit einem Jahr bei der Notarin in Freiberg. "Er hat offensichtlich kein Interesse mehr", sagte der Landrat in der Kreistagssitzung in Hartha über den Investor. "Wir hatten ihn gegen Ende des Jahres nochmals aufgefordert, sich klar zu erklären, aber es gab keine Antwort."

Matthias Damm bestätigte damit die Auskunft des Investors aus Dresden, der zuvor eingeräumt hatte, dass er wieder abgesprungen sei. Das Wechselburger Schloss mit rund 6000 Quadratmetern Nutzfläche schließt sich unmittelbar an die Basilika an. Der Dresdener hatte angekündigt, die Immobilie zu einem Hotel, Pflegeheim oder Gesundheitszentrum umbauen zu wollen.

Nachdem sich diese Pläne offensichtlich zerschlagen haben, hält der Landkreis als Besitzer der Immobilie dennoch an seinen Bemühungen fest, das Schloss nachnutzen und verkaufen zu können. "Wichtig ist eine sinnvolle Nachnutzung, die ins Gesamtensemble passt", unterstrich der Landrat am gestrigen Freitag. Der Mittweidaer bestätigte zugleich "Freie Presse"-Informationen, wonach ein Investor aus der Region Interesse an Schloss Wechselburg bekundet habe. Unabhängig davon liefen intensive Gespräche mit dem benachbarten Benediktinerkloster.

Seit 2004 steht das Schloss Wechselburg leer. Zuletzt war eine Kinder- und Jugendpsychiatrie dort untergebracht. (grit/cbo)

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