Thalheimer hoffen auf den Herbst

Trial: Meisterschaftsläufe zunächst verschoben - Corona-Hilfe greift für MSC nicht

Thalheim.

Die Trialsportler des MSC Thalheim befinden sich weiterhin in der Warteschleife. Noch keinen einzigen Wettkampf konnten die Erzgebirger in dieser Saison bestreiten, weder auf Fahr-, noch auf Motorrad. Dabei bleibt es auch.

Die Läufe zur Ostdeutschen Meisterschaft (OTM) im Fahrradtrial, die am kommenden Wochenende an der heimischen "Tabakstanne" hätten über die Bühne gehen sollen, sind zunächst auf September verschoben. "Wir hatten uns im Zuge der Lockerungen tatsächlich Gedanken darüber gemacht, sie jetzt auszutragen. Aber weil wir uns nicht in der Lage sehen, die Abstandsregeln zu gewährleisten, haben wir davon Abstand genommen. Gerade beim Fahrradtrial gibt es immer relativ viele Besucher", sagt MSC-Chef Frank Krumbiegel. Um nicht ganz aus dem Rhythmus zu kommen, sei für Sommer eine kleine, vereinsinterne Veranstaltung geplant. Im Motorradtrial sind die Thalheimer erst Ende September planmäßig als Ausrichter dran. Ob die Läufe dann wie vorgesehen den Saisonabschluss der OTM bildet, ist offen. "Vielleicht entschließen sich auch andere Vereine, im Herbst noch etwas auf die Beine zu stellen, was im Frühjahr nicht ging", so Krumbiegel.

Nachdem coronabedingt von März bis Mitte Mai das vereinseigene Gelände brach lag, können die Thalheimer inzwischen zumindest wieder trainieren. Als die Sportler wieder auf ihre Anlage durften, sei das Aufatmen groß gewesen. "Wir sind ja zum Glück keine Kontaktsportart, und unser Gelände ist größer als ein Fußballplatz", sagt Krumbiegel, den durchaus einige Sorgen umtreiben. So sei die Pause zwar genutzt worden, um auf dem Areal "ein bisschen Werterhaltung" zu betreiben. Aber finanziell müsse der Gürtel womöglich enger geschnallt werden - nicht nur wegen der abgesagten OTM-Läufe im Juni. "Da hoffen wir auf September. Aber uns sind durch Corona auch Sponsoren weggebrochen. Firmen, die ebenfalls unter den Folgen der Krise leiden", so der Vereinschef.

Die vom Landessportbund Sachsen angebotene Corona-Soforthilfe habe sich als Luftnummer erwiesen. "Uns wurde klar gemacht, dass nur Vereine, die kurz vor der Insolvenz stehen, davon profitieren können. Aber dann hätten wir generell schlecht gewirtschaftet." (jüw)

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