VMS lobt Hygienestandards

Maskenpflicht und weitere Corona-Schutzvorkehrungen machen das Fahren laut Verkehrsverbund Mittelsachsen sicher. Doch einige halten sich nicht an die Regeln.

Annaberg-Buchholz.

Nicht alle Menschen scheinen sich an die während der Corona-Pandemie geltenden Regeln zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zu halten. Diese Beobachtung hat jedenfalls Norbert Braumüller gemacht. "Bei einer Fahrt mit dem Bus nach Annaberg hatte der Fahrer keine Trennscheibe, zwei Mitfahrer trugen keinen Mund-Nase-Schutz. Es gab auch keine Hinweise im Bus", beklagt der Wolkensteiner.

Während das sächsische Sozialministerium bei unvermeidbarem Kontakt mit Risikogruppen, für Personal und größere Kinder sowie Jugendliche in Schulen und Kindertagesstätten das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfiehlt, ist die Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Aufenthalt in einem Geschäft seit dem 20. April Pflicht.

Angesichts wieder steigender Fahrgastzahlen in Verbindung mit den jüngsten Lockerungen geht der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) nun in die Offensive. In einer Mitteilung wirbt der VMS mit hohen Hygiene-Standards der Verkehrsunternehmen. Der Verbund folge etwa der Empfehlung des Branchenverbandes VDV, Busse und Bahnen innen täglich mit Seifenlauge zu reinigen. Sollte zum Fahrer noch keine Abtrennung aus Plexiglas- oder Folie montiert sein, bleibe die Vordertür der Busse weiter geschlossen. Zitiert wird der Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin des Klinikums Chemnitz. "Die zum Schutz der Fahrgäste und des Personals getroffenen Maßnahmen und die Informationen in Bussen und Bahnen machen das Fahren mit den Verkehrsmitteln des ÖPNV zu einer sichern und umweltfreundlichen Sache", erklärt Dr. Thomas Grünwald.

Die Regionalverkehr Erzgebirge GmbH hat seit wenigen Tagen all ihre Busse mit dem Spuckschutz ausgestattet. Fahrgäste können damit wieder die Vordertür nutzen, sagt Geschäftsführer Roland Richter auf Nachfrage.

Laut VMS hielten sich nahezu alle Fahrgäste an die Maskenpflicht. "Sollte jemand keine tragen, wird er üblicherweise aufgefordert, eine Maske anzulegen. Notfalls wird vom Hausrecht Gebrauch gemacht, heißt: Der Fahrgast kann mit Unterstützung der Polizei von der Beförderung ausgeschlossen werden", so Pressesprecher Falk Ester. Bislang sei das nur in einem Fall notwendig geworden.

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