Lesefestival fällt ersatzlos aus

Die Krimi-Literatur-Tage Vogtland haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Nur Blutspende und Sonderschau finden statt.

Netzschkau.

Auch die Krimi-Literatur-Tage sind ein Opfer der Coronapandemie und deren Folgen. Wie Petra Steps vom veranstaltenden Schlossförderverein Netzschkau sagt, finden nur zwei der etwa 30 geplanten Veranstaltungen statt. Das ist zum einen im Schloss die Blutspende, die am 5. Juni in Regie des DRK einen Tag vor der abgesagten Kriminacht steigt. Zudem öffnet dort Pfingstsamstag die Sonderschau "75 Jahre Kriegsende".

Alle anderen Veranstaltungen des von März bis Juni geplanten größten Lese- und Vortragsfestivals im Vogtland sind gestrichen. "Eine Verschiebung in den Herbst ist nicht möglich, da das Schloss als einer der Hauptspielplätze nicht beheizt wird und Autoren bereits gebunden sind. Lediglich die Premierenlesung mit Marion Schwarz wollen wir nachholen." Auch die Kinder- und Jugend-Jury für den vom Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur Syndikat vergebenen "Glauser-Preis 2020" soll es geben, informiert Petra Steps über weitere Gründe für die Absage.

So hat die Stadt als Schlossherr das historische Gemäuer der Hygienevorschriften wegen für Veranstaltungen gesperrt. Überdies brach der Kartenvorverkauf ein und lief selbst für die Kriminacht schleppend. Zudem können die Veranstalter nicht mit den im Etat eingeplanten Fördergeldern der öffentlichen Hand rechnen. "Voraussetzung dafür wäre gewesen, dass die Veranstaltungen zum großen Teil stattfinden." Es sei überdies wenig sinnvoll, in ohnehin eher kleinen Räumen der einzelnen Veranstaltungsorte auf ausreichend Abstand zwischen den Besuchern zu achten. "Da hätten wir dann mancherorts so wenig Gäste, dass der Aufwand unvertretbar wäre." (gem)

Blutspende am 5. Juni von 16 bis 20 Uhr im Schloss; ab Pfingstsamstag Sonderausstellung "75 Jahre Kriegsende. Aus und vorbei?" zu den Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Feiertage von 13 bis 17 Uhr.

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