Bundeswehr geht an Sachsens Schulen in die Offensive

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Der Kultusminister hat eine neue Vereinbarung für den Einsatz von Jugendoffizieren unterzeichnet. Das stößt auf Widerspruch.

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1111 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Freigeist14
    16.06.2019

    9943@ schon Wolzow im Roman "Werner Holt " hat den Krieg als "Handwerk" bezeichnet . Ob eine Offizierslaufbahn notwendig erscheint , erübrigt sich wenn man nachfragt ,ob eines der sieben Kinder der Verteidigungsministerin eine militärische Laufbahn eingeschlagen hat.

  • 7
    1
    tbaukhage
    16.06.2019

    @994374: Ich habe bisher nicht erlebt, dass Bäcker, Fleischer, Köche, Pflegende,.... in der Schule um Nachwuchs werben! Im übrigen hätte dies wohl kaum das Geschmäckle, politisch motiviert zu sein.

  • 1
    5
    994374
    15.06.2019

    Solange auch jeder arme Staat sich eine Armee leistet, ist es sinnlos, sich gegen die Notwenigkeit einer eigenen zu wenden.
    Wichtiger wäre, die Diskussion über die aktuellen und künftigen Einsatzfälle zu führen. Und auch über die Zulässigkeit ausländischer Militärpräsenz, z.B. der Airbase Ramstein, auf deutschem Boden!
    So, und wenn in einem gesellschaftlich notwendigen und legitimierten „Handwerk“ Fachkräfte fehlen, dann muss auch akzeptiert werden dass dafür geworben wird.
    Wie auch für Bäcker, Fleischer, Köche, Pflegende ;-) usw….

  • 3
    7
    GGR
    15.06.2019

    Einen Bundeswehroffizier in der Schule zu haben, kann man auch als Chance betrachten. Gerade in der Oberstufe darf man den Schülern durchaus zutrauen, eine eigene Meinung zu haben und sich nicht von einem einstündigen Vortrag eines Uniformträgers im Unterricht einlullen zu lassen.

    Ich habe bei solchen Gelegenheiten immer wieder Schüler erlebt, die dem Jugendoffizier gut vorbereitet sehr kritische Fragen gestellt haben. Zu gutem Unterricht gehört es, eine solche Expertenbefragung auch auf der Metaebene zu betrachten (warum schickt die Bundeswehr Jugendoffiziere an Schulen, wie wird argumentiert und auf Fragen eingegangen, etc.). Wenn das Gesamtpaket stimmt, ist daran aus meiner Sicht nichts verwerflich.

  • 6
    4
    gelöschter Nutzer
    15.06.2019

    ' Vorab hatte das Kultusministerium erklärt: "Was andernorts auf Kritik stößt, soll in Sachsen zur Regel werden." '
    Genauer kann man Sachsens Zukunft nicht beschreiben.
    Ansonsten hat Hankman alles dazu gesagt.

  • 15
    2
    tbaukhage
    15.06.2019

    Solange ich vor meiner Klasse stehe, wird kein Bundeswehrsoldat, egal welchen Ranges, Werbung in diesem Klassenzimmer machen!

    Wenn irgendwann einer meiner Schüler mit einem Zettel an den Zehen von einem Auslandseinsatz nach Hause gebracht wird, will ich mir nicht vorwerfen lassen, etwas dafür getan zu haben, dass dieser Schüler zur Bundeswehr geworben wurde!

    Wenn er sich später selbst dafür entscheidet, ist es seine Sache - aber niemals mit meiner Unterstützung!

  • 14
    2
    Hankman
    15.06.2019

    Ich kann es nicht ändern, aber mich erinnert das an den Wehrkundeunterricht aus DDR-Zeiten. Dass da ein Uniformierter im Klassenzimmer stand und unterrichtete, fand ich etwas einschüchternd. Die "Grundsätze der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik" sollten in der Schule Zivilisten erläutern, denn das ist zuallererst eine zivile Angelegenheit. Die Bundeswehr bestimmt diese Grundsätze nicht, sie ist eines von mehreren Instrumenten für deren Umsetzung. Gut, so lange die Schulen selbst entscheiden können, ob sie das Angebot nutzen, und die Teilnahme für die Schüler absolut freiwillig ist, mag es noch angehen. Die Schulen, die das Angebot wahrnehmen, sollten dann aber auch anderen Gruppen und Institutionen die Gelegenheit geben, gleichrangig ihre Sicht der Dinge darzustellen. Neben Friedensaktivisten, Völker- und Menschenrechtlern sollten gern auch Veteranen, die in Afghanistan oder Mali im Einsatz waren, über ihre Erfahrungen sprechen können. Gern auch kritisch. Insgesamt ergibt sich dann hoffentlich ein ganz differenziertes Bild und eine echte Themenvielfalt.

  • 3
    4
    Malleo
    14.06.2019

    Dazu braucht man ja auch keine funktionierenden Waffensysteme.
    Also geht.Gut für Uschi!!

  • 15
    3
    Goschi
    14.06.2019

    Kommt auch mir bekannt vor, kann mich den Aufruf "Bundeswehr raus aus Sachsens Schulen" nur anschließen. Die Schüler sollen keine Kriegsspiele in der Schule lernen und nicht schon in diesen Alter für den Kriegsdienst geworben werden. Zu solchen Werbegesprächen einfach über die Köpfe der Eltern drüberwegsetzen. Die Schule hat einen Lehrauftrag, den soll sie erfüllen.

  • 10
    3
    WolfgangPetry
    14.06.2019

    Unglaublich. Weg damit. Die Bundeswehr hat natürlich seit dem Aussetzen der Wehrpflicht ein Riesenproblem. Und seitdem überall auf dem Arbeitsmarkt Leute dringend gesucht werden, finden sie fast gar keinen mehr. Pech.

  • 24
    6
    Freigeist14
    14.06.2019

    Offiziers - Werbegespräche . Woher kommt mir das bloß bekannt vor ? Damals wie heute besser >Nein< sagen .