Mozart lockt 200 Gäste auf Freiberger Obermarkt

Vorerst plant Philharmonie noch zwei Freitagskonzerte vor dem Rathaus

Freiberg.

Gute Resonanz trotz Regens: Rund 200 Zuhörer hat das Konzert von Musikern der Mittelsächsischen Philharmonie am Freitagvormittag auf dem Freiberger Obermarkt gezählt. Ein Oktett mit je zwei Klarinetten, Oboen, Fagotten und Hörnern spielte die Serenade Es-Dur KV 375 von Wolfgang Amadeus Mozart. Viel zu sehen gab es für die Zuhörer allerdings nicht: Wetterbedingt spielten die Musiker bei offenen Fenstern im Rathaus. "Heute muss die Musik vom Himmel kommen, da Feuchtigkeit nicht mit Holzinstrumenten befreundet ist", so der neue Erste Kapellmeister José Luis Gutiérrez. Der junge Mexikaner übernahm mit sichtbarem Elan die musikalische Leitung und trug Auszüge aus Mozarts Briefen vor.

Beim 30-minütigen Konzert erklang auch Gutiérrez' dritte Version des Steigerliedes - nach seiner Jazzfassung für die Bigband zum Freiberger Neujahrsempfang 2020 und jener im Csardas-Stil am vorigen Freitag. Und das Glockenspiel vom Rathaus um 11.15 Uhr wurde punktgenau ins Programm integriert. Ein Besucher sagte: "Das klappt ja wieder alles super. Nur der Otto-Brunnen lenkt bei dem eher leisen Konzert etwas ab - vielleicht können sie beim nächsten Mal abgestellt werden."

Begeistert zeigte sich Baubürgermeister Holger Reuter. "In Zeiten der Repression sind die Konzerte ein Lichtblick", sagte er, bevor er an die Künstler Blumen überreichte. Theaterintendant Ralf-Peter Schulze sagte: "Es ist für die Musiker etwas Besonderes, aus dem Ratssaal zu spielen, wo so viele wichtige Entscheidungen fallen." Derzeit seien noch zwei weitere Freitagskonzerte geplant. Am 26. Juni ist Sängerin Susanne Engelhardt zu erleben. Und am 10. Juli findet das letzte Konzert in der Reihe statt, die von der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur und dem Theater mit Unterstützung der Stadt Freiberg organisiert wird.

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