Vera Lengsfeld - Allgegenwärtig statt nur dabei

Die Ausladung von Vera Lengsfeld hat die Tage der Demokratie und Toleranz in eine Richtung gedrückt, die im Programm fehlte.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    @ruediger1683:
    Was steht denn in dem Artikel der Sächsischen Zeitung. Da steht explizit nicht, dass es kein Hitler-Selfie gab. Der Artikel bestätigt das Hitler-Selfie ja deutlich. Wen will Bachmann mit Scheitel außer Hitler nachahmen? Charlie Chaplin?

    „Der Mann war Lutz Bachmann. Ein Jahr nach jenem denkwürdigen Haarschnitt sollte er als Gründer der Pegida-Bewegung eine beachtliche Medienkarriere hinlegen. Mihaly hat die Bilder von damals in ihrem Smartphone immer noch gespeichert: Bachmann mit nassem Kopf; Bachmanns schwarze Haare auf dem hellen Laminat zu einem Haufen zusammengefegt; Bachmann mit Scheitel – aber ohne Bart. Ohne Bart? „Definitiv“, sagt Mihaly. „Das Hitlerbärtchen muss er oder ein anderer später reinretuschiert haben.“

    Da kann man ja jetzt selbst mal nach der plausibelsten Antwort suchen. Wer außer Bachmann soll dem Bild mit Hilter-Scheitel noch einen Bart rangemalt und mit Bachmanns eigenem Account auf Facebook gepostet haben. Bachmann selbst ist wohl die plausibelste Antwort. Bachmann hat auch nie behauptet, dass es sich bei dem Bild um eine Fälschung von Dritten handelt.
    Dass das der Rechtspopulist Mannheimer, eigentlich eine bedauernswerte Person, aufgreift war klar. Aber es gibt keinen Beweis der Manipulation des Bildes durch irgendwelche Dritte. Der Scheitel ist durch die Friseurin eindeutig nachgewiesen und als echt belegt. Das Bärtchen hat sich Bachmann wohl selbst auf seinem Rechner rangebastelt, wenn es nicht doch schon auf dem Originalbild mit drauf war. Das hat die Friseurin auch noch nicht vorgelegt.

    Dann gibt noch dieses ominöse Interview.
    „PI: Warum haben Sie nicht sogleich, nachdem die Hitler-Bilder um die Welt gingen, interveniert, dass es sich bei dem Bärtchen um eine Fälschung handelt?
    Bachmann: In diesem Moment hätte es ohnehin niemand geglaubt. Es hätte den Eindruck gemacht, als wäre ich wie einer der etablierten Politiker und würde mich herausreden wollen“.
    Weiter unten wird gefragt:
    PI: Sie wissen bis heute nicht, wer das Bärtchen nachträglich in Ihr Foto retuschiert hat. Werden Sie Anzeige erstatten und die Sache weiterverfolgen?

    Es wird zwar von Fälschung in dem (angeblichen) Interview zwischen PI und Bachmann gesprochen, aber bezieht sich falsch in diesem Fall ganz speziell nur auf das Objekt, den Bart und nicht auf einen bestimmten Fälscher, denn das kann Bachmann ja auch selbst gewesen sein.
    PI fragt ja auch nicht, ob es sich bei dem Bart um eine nachträgliche Montage handelt, sondern setzt dies in seiner Frage schon als Tatsache voraus, suggeriert aber, dass Bachmann damit nichts zu tun habe. Bleibt dafür aber jeglichen Beweis schuldig.

    In der zweiten Frage wird ebenfalls schon unterstellt, dass Bachmann nicht wisse, wer den Bart rangemalt hat. Nicht Bachmann sagt das aber, sondern wieder der Fragensteller. Wiederum wird suggeriert, dass Bachmann mit allem nichts zu tun hat und Dritte das Foto manipuliert haben sollen. Ein Beweis dafür oder Dinge, die Bachmann selbst als den Bartkünstler ausschließen würden, gibt es wieder nicht.

    Das sind so kleine Tricks der Suggestion, die sich nicht jedem gleich erschließen, wenn man Texte nicht inhaltlich auseinander nimmt und auf Aussagen prüft. Probate Mittel um bestimmte Dinge als Sensation oder Wahrheit dastehen zu lassen, obwohl damit nichts ausgesagt, kein Beweis erbracht und sich auch durch Ausschluss anderer Möglichkeiten keine logischen Schlussfolgerungen ziehen lassen, die belegen würden, dass irgendwer anders außer Bachmann selbst den Bart rangemalt hat.

    Die richtige Frage wäre: Herr Bachmann, haben Sie dem Bild, welches bei einem Friseurbesuch aufgenommen wurde und Sie mit einem Scheitel zeigt, nachträglich einen Bart rangemalt und bei Facebook mit ihrem Account gepostet?

  • 8
    3
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    @besorgterBuerger: Leider ist das aber nicht mehr lustig. Man kann daran sehen, dass unsere Demokratie nicht von irgendwelchen Nazis und NPD-Anhängern bedroht wird, sondern von links.

    Und das wirklich Gefährliche daran ist, dass diese Strömungen die mediale Lufthoheit haben. Dass es so gut wie keine Chefredaktion in Deutschland mehr gibt, die Dinge, wie hier geschehen, kritisch hinterfragt. Dass sich Journalisten zunehmend nicht mehr als Vierte Macht begreift, die den Mächtigen auf die Finger schaut, sondern als Teil des politischen Gestaltungsprozesses sieht. Und wenn dann wiederum der Politiker seine Informationen aus genau diesen Medien bezieht und dort nur Zustimmendes zu vorgeblich Alternativlosem findet, dann glaubt er am Ende, dass die Mehrheit des Volkes hinter diesem linken Mainstream steht.

  • 2
    1
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    es gab nie ein "Hitler-Selfie". Die sächsische Zeitung hat das klar recherchiert, der Artikel ist in dem Link unten wiederholt, kann aber auch für 99 cent bei der sz gekauft werden. http://michael-mannheimer.net/2015/03/09/luegenpresse-euer-bart-ist-ab-wo-bleibt-die-korrektur-bachmann-posierte-nicht-als-hitler/ oder http://www.sz-online.de/nachrichten/waschen-schneiden-bloedeln-3038547.html?desktop=true (Vorsicht, das Abo muss wieder gekündigt werden)
    Ansonsten bin ich über Quellen zum Gegenteil natürlich dankbar.

  • 7
    1
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    Warum habe ich immer ausgerechnet bei den Leuten ein schlechtes Gefühlt, die immer und überall nach Toleranz, Vielfalt und Pluralität schreien? Warum habe ich ausgerechnet bei denen das Gefühl, das sie nicht wissen, von was sie da reden?!

  • 0
    0
    Interessierte
    14.04.2015

    Im Radio wurde gerade gesagt , sie hätte gesagt , sie wäre keine Pegida-Anhängerin , ich hatte mich an sich auch schon gewundert ...
    Aber die saß mal hier :
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/414#/beitrag/video/2360806/%22maybrit-illner%22-vom-12-M%C3%A4rz
    ...

  • 11
    3
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    Das intolerante Bündnis für Toleranz. Irgendwie lustig. Aber ein Zeichen dafür, was man eben heute unter Toleranz verstehen darf.

  • 3
    3
    Abdiel
    14.04.2015

    @rüdiger: Na bloß gut das immer nur die anderen dran schuld sind, sonst müsste man sich am Ende noch mit den eigenen Fehlern auseinandersetzen...

  • 3
    1
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    @ruediger1683. Hat Bachmann jemals das Bärtchen Foto bestritten bzw. als Fälschung bezeichnet? Hat irgendwer in der Pegida Riege das Bild als Fälschung bezeichnet? Nein! Vor allem, wenn Bachmann es selbst noch mit seinem eigenen Account auf Facebook gepostet hat. Auch konnte Bachmann ein vermeintliches Originalfoto ohne Bärtchen nicht präsentieren und wenn es von jemand anderen als Bachmann gepostet worden wäre, mit Bachmanns Account!???, dann wäre dies mit Leichtigkeit durch Bachmann selbst belegbar. Die eigenen Aktivitäten kann man in Facebook über Monate nachverfolgen.

    „Ein Scherz“, sagt Pegida-Frontfrau Oertel. Bachmann zu BILD: „Ich hatte das Foto zur Veröffentlichung des Satire-Hörbuchs von ‚Er ist wieder da‘ beim Friseur geknipst und Christoph Maria Herbst auf die Pinwand gepostet. (...) Man muss sich auch mal selbst auf die Schippe nehmen.“

    Gegen diese Darstellung in der Bild hat Bachmann auch nicht geklagt, weil es eben seine Worte sind.
    Und Sie wollen uns erzählen, das Kajalstift-Bärtchen wäre eine Fälschung. Der Scheitel dann auch?
    Da wissen Sie mehr als Bachmann, der das Bärtchen eben nie bestritten hat. Ein GröFaz-Selfie ohne charakteristischen Bart wäre auch ziemlich blöd.

  • 13
    1
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    Die Toleranz geht halt nur soweit wie man sie selbst für richtig hält.
    Demokratie Fehlanzeige!

  • 7
    8
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    ein schönes weiteres Beispiel für linke Gesinnungswächterei:http://sichtplatz.de/?p=2866

  • 11
    5
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    schade, nach der Ausladung von Frau Lengsfeld hätte ich mit von Herrn Vettermann mehr Charakter gewünscht. Er konnte wohl der Versuchung nicht widerstehen, endlich wieder vor größerem Publikum Nichtssagendes zu verlautbaren.

  • 9
    7
    gelöschter Nutzer
    14.04.2015

    Bachmann hat eben nicht bei Facebook mit Hitlerbärtchen posiert, sondern dieses Bild kam nachträglich als Fälschung, von wem auch immer, in Umlauf. Ich gehe davon aus, dass Herrn Gesellmann dies bekannt ist und er hier bewusst verleumdet.