Zechgelage auf Kosten der sächsischen Steuerzahler

Ein Bericht belegt jetzt das ganze Ausmaß der Verfehlungen, die zum Finanzdesaster beim IT-Verband Kisa geführt haben. Dafür sollen auch Mitgliedskommunen gerade stehen, die den IT-Service gar nicht genutzt haben.

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Pixelghost
    25.05.2015

    Und genau so läuft es in vielen Unternehmen - ob groß oder klein ist egal. Die Führungsetagen gönnen sich satte Einkünfte und versorgen sich großzügig. Die Mitarbeiter weiter unten werden teilzeitbeschäftigt und kommen von Zeitarbeitsfirmen.
    Was das eigene Einkommen schmälert wird outgesourct.
    Man braucht sich nur die entsprechenden Parkplätze der Unternehmen ansehen.

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2015

    Sind wir jetzt im Garten Eden? Gartenverein hin oder her. In einem Land wo Anstand und Verantwortung Fremdwörter sind muss man nicht mit Kontrollorganen Argumentieren und so versuchen diese Vorfälle schön zu reden.....schreiben. Man bedient sich willkürlich an Steuergeldern und das Volk wird massiv hintergangen. Halte ich für einen großen Fehler.

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    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    @Abdiel: Zunächst mal ist selbst im mickrigen Gartenverein geregelt, wer in die Kasse greifen darf. Mein Nachbar darf es zufällig tatsächlich, denn er ist Vorsitzender. Wenn er nun entscheiden würde, einen gemütlichen Grillabend zu veranstalten, um perspektivisch dringend benötigte, neue Pächter von der tollen Atmosphäre unserer Anlage zu überzeugen - warum nicht. Muss nicht klappen, aber kann. Ein positives Ergebnis würde für alle Beteiligten eine Kosten- und Arbeitsreduzierung bedeuten, also würden wir auch dahinter stehen. Da es ist doch logisch, dass wir auch dafür aufkommen müssen, die Kassenlücke wieder zu schließen, wenn es nicht klappt.

    Der Vorstand ist nun mal der Vorstand, weil er uns überzeugt hat, ihm vertrauen zu können. Und wenn er das Vertrauen missbrauchen würde, wäre er schnell weg vom Fenster. Deshalb würden wir noch lange nicht die ganze Anlage opfern oder groß angelegte Diskussionen zur Regulierung des Schadens führen. Denn dazu haben wir eine Satzung, welcher auch jeder neue Pächter vorher zustimmen muss. So einfach ist das im Kleingarten. Wer mit diesem Prinzip nicht klar kommt, muss sich einen Garten auf der grünen Wiese anlegen und sehen, wie er damit zurecht kommt. Mir würde das „gemeinsame Anpacken“ fehlen.
    Zurück zum Thema: Ist das bei diesem KISA-Verband nicht genau so?

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    Abdiel
    21.05.2015

    Wenn Dein geschätzter Gartennachbar sich also großzügig aus der Kasse bedient und die Gelder des Vereins auf den Kopf haust, wirst Du weiterhin brav für die notwendige Sondertilgung aufkommen, egal zu welchen Bedingungen? Das lässt sich der Familie (um mal im Gleichnis zu bleiben) dann aber schwerlich vermitteln...

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    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    Da haben wir sie wieder, die „geschlossenen Austern“. Irgendwann bricht aber der eine oder andere Schließmechanismus, wie wir am aktuellen Beispiel sehr gut sehen. Es ist schlimm, wie unser sauer verdientes Geld ausgegeben wird, keine Frage. Trotzdem möchte ich die Leser animieren, die Situation ganz nüchtern zu betrachten. Bei einer Verschuldung von 7 Millionen EUR sind Autos, Bier und zünftiges Essen garantiert nur ein sehr kleiner Teil des Kuchens, ich würde es fast schon als Marketing-Gag herunterstufen. Für volle Mägen und gelassene Stimmung bei Beamten zahlt der Steuerzahler dauernd Geld, ohne dass die Rechnungsprüfer es überhaupt merken. Denn Dienstleistungsanbieter sind clever (seien es Bauherren, Energieversorger oder Computerbuden... völlig egal) und legen die Kosten für kleine Häppchen grundsätzlich auf die angestrebte Dienstleistung um, welche die Behörde nach dem „in guter Sacharbeit geführten konstruktiven Geschäftsessen“ natürlich viel lieber kauft. Das gleiche Prinzip – nur gut maskiert. Es müsste mal jemand berechnen, wie viel Steuergeld anteilig in diesen „in guter Sacharbeit geführten konstruktiven Geschäftsessen“ steckt. Wir merken es spätestens, wenn die Entsorgungsgebühren steigen, Hebesätze modifiziert werden oder der Reisepass teurer wird. Aber diese Form von Lobbyarbeit ist sicher keine Erfindung des KISA-Verbandes – da kann der Rechnungsprüfer von mir aus die Kirche gerne im Dorf lassen.
    Die Umlagezahlung durch die beteiligten Kommunen finde ich unabhängig davon nach wie vor richtig. Wenn die Mitglieder in unserem Gartenverein nur im Falle einer vollen Kasse (ha ha) erhalten bleiben würden, gebe es die schöne Anlage schon lange nicht mehr. Etwas gemeinsam betreiben heißt auch gemeinsam dafür gerade stehen, auch wenn ich nur eine ganz kleine Parzelle bewirtschafte. Diesen Sachverhalt hat der geschätzte Herr Damm aus Mittweida nach einem Jahr immer noch nicht begriffen. Schafft er noch ein kleines VWL-Studium vor den Landratswahlen?

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    872889
    21.05.2015

    Hier ist der Freistaat Sachsen gefordert wenn nicht sogar verpflichtet, disziplinarische Ermittlungen gegen die Verantwortlichen aufzunehmen.

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    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    An dieser Stelle muss ich schonmal Fragen was in der Regierung schief läuft. Es reicht nicht aus das die Politiker ihre Bezüge willkürlich fetsetzen und mit 63 in Rente gehen, das Volk was diesen Irrsinn finanziert, ackern muss bis 67 Jahre, nein, jetzt wird hier auch noch gefeiert auf Kosten des Volkes. Ist dies die Vorstellung von einem Inkompetenten und Arroganten Haufen von Regierungsmitgliedern die der Meinung sind "ist ja nicht mein Geld" wirklich noch so zu vertreten " Vom Volk, fürs Volk"? Kaum zu glauben was sich hier so mancher rausnimmt und so wird der Bürger wiedermal ein Gewohnheitstier....."Man gewöhnt sich an alles" auch an willkürlicher Bedienung von Steuergeldern.

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    VaterinSorge
    21.05.2015

    ich hoffe, da folgen diesmal richtige Konsequenzen. Wie sollen wir unseren Kommunen und die Kommunen ihren Verbänden noch trauen, wenn es erstens Kontrollmechanismen braucht und diese auch noch versagen. Das ist so peinlich und unangenehm, wenn Sachsen als größtes Nehmerland solche eklatanten Fehler passieren. Sonst wird auf jeden Blumentopf geschaut, auch dass Präsente nicht über 35 Euro kosten, aber hier wurde mit Geld rumgeworfen das ist eine Schande. 7 Millionen ist kein Pappenstiel, für manch einen sein Ganzes...