Auf Klassenfahrt mit der AfD

Abgeordnete laden Schüler ein, damit die den Politikbetrieb in Berlin kennenlernen. Lange war das eine Praxis, die geräuschlos ablief. Doch das ändert sich gerade.

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1010 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    3
    DTRFC2005
    20.12.2018

    @SimpleMan: Darüber kann ich auch nicht lachen, eher bedenklich mit dem Kopf schütteln.Der Herr hätte gut getan, diese Wertung zu unterlassen.Er läd die Schüler damit sie sich eine Meinung bilden können und versucht hinterher das ganze in schwarz und weiß jenachden wie man sich verhält zu ,ein zuteilen.Es hat ihm aber egal zu sein, was wer wie politisch denkt.Mir fehlen dazu echt die passenden Worte .

  • 15
    0
    Einspruch
    19.12.2018

    Wichtig ist, sich auf die Sichtweise des oder der anderen einzulassen, auch wenn man sie nicht teilt. Insofern ist diese Klassenfahrt ein Erfolg und dient sicher der Meinungsbildung der Jugendlichen. Eine eigene Meinung sollte man sich immer bilden, dazu verschiedene Quellen nutzen, auch die der als Unbequem oder politisch Unkorrekten Verschrienen.
    Ich werde sicher auch an den Feiertagen Diskussionen erleben mit dem Besuch.
    Am Ende stoßen wir aber an und hauen dem anderen nicht in die Fre......
    Das ist das wichtigste, denke ich.
    Ich glaube auch nicht, das, wer ruhig ist, sich den linksorientierten unterordnet. Vielleicht hat er noch an beiden Lagern Zweifel und braucht mehr Info für die eigene Meinung.

  • 6
    6
    Juri
    19.12.2018

    Na franzudo2013 das war wohl auch ziemlich daneben. Man muss Herrn Koch nicht zustimmen, aber eine ganze Kirche zu diffamieren, das ist auch weit entfernt von den Werten eines Hirten - franzudo2013 oder??

  • 7
    2
    SimpleMan
    19.12.2018

    @DTRFC2005 Herr Crupalla glaubt, wer gegen die AfD ist, ist linksorientiert, wer sich neutral verhält, traut sich nicht zu sagen, dass er für die AfD ist. Ich weiß jetzt nicht so recht, ob ich das lustig oder traurig finden soll.

  • 7
    8
    franzudo2013
    19.12.2018

    Albrecht Koch, der Domkantor aus Freiberg, hat offensichtlich massive Defizite in Sachen Demokratieverständnis.
    Sein Hass und seine Hetze passen aber zu einer Kirche, der der Glaube zunehmend egal ist. Wer sich in Jerusalem verleugnet wie Bedford- Strohm, der hat seine Aufgabe als Hirte nicht verstanden.

  • 13
    3
    DTRFC2005
    19.12.2018

    Gute Sache, diese Klassenfahrt. Zur Meinungsbildung der Schüler trägt dies jedenfalls bei. Allerdings ist es bedenklich, wenn man Schüler die ruhig sind als der AFD zugewandt wähnt, die sich linksorientierten Schülern unter ordnen. Ich frage mich, woher Herr Crupalla diese Einschätzung her nimmt, wer der AFD nahe steht und wer, wie er sagt - linksorientiert- sei. Dies ist meiner Ansicht nach eine Wertung, die ihm nicht zusteht, da jeder für sich selbt entscheidung muss, wo er sich verortet. Genau so spaltet man und das ist nicht in Ordnung.

  • 15
    11
    gelöschter Nutzer
    19.12.2018

    Es ist erst einmal egal, welche der gewählten Parteien zum Besuch nach Berlin einlädt. Offensichtlich hatten sich die Gymnasiasten gut vorbereitet und sich auch mit dem Programm der AfD befasst. Die kritischen Fragen dazu werden den Abgeordneten wohl eher nicht geschmeckt haben, und wurden wohl auch nicht zufriedenstellend beantwortet.
    Kritisch denkende Schüler als linksorientierte zu bezeichnen, gehört zur gepflegten Abwehrreaktion der AfD und ihrer gern dargestellten Opferrolle.

  • 24
    6
    gelöschter Nutzer
    19.12.2018

    Jahrelang war kaum bekannt, dass Bundestagsabgeordnete bei Klassenfahrten auch dreimal im Jahr im Sinne der politischen Bildung Heranwachsende aus ihrem Heimatwahlkreis empfangen dürfen.

    Jetzt hat ein AfD-Abgeordneter von seinem ihm zustehenden demokratischen Recht Gebrauch gemacht, was breites Aufsehen erregt, das nicht erklärlich ist und die Öffentlichkeit erfährt dankenswerterweise nebenbei, dass so etwas gibt.

    Politische Bildung heißt für Heranwachsende zu lernen, sich mit den politischen Ansichten demokratisch gewählter Abgeordneter, unabhängig von deren Parteizugehörigkeit auseinanderzusetzen und zu der Erkenntnis zu gelangen, dass Pluralität Vielfältigkeit der politischen Ansichten bedeutet, was einschließt, dass keine Partei immer Recht hat.

    Wer der Diskussion mit der AfD dabei ausweicht, unterstützt sie, ob er will oder nicht.

  • 31
    1
    saxon1965
    19.12.2018

    @ VaterinSorge: Ich kann ihnen nur beipflichten. Wer meint, durch ignorieren und ausgrenzen Andersdenkender Probleme zu lösen, der irrt gewaltig.
    Wie sollen sich außerdem Kinder und Jugendliche eine Meinung bilden, wenn sie einseitig informiert werden. Das hatten wir in der ehemaligen DDR schon und es hat auf Dauer auch nicht funktioniert.

  • 31
    1
    VaterinSorge
    19.12.2018

    Ich finde es richtig, dass solche Klassenfahrten nicht nur als von Steuergeldern bezahlte Ausflüge genutzt werden, sondern dass es auch etwas anspruchsvolle, eben anstrengende Begegnungen sein können, um sein Bewusstsein zu schärfen und sich eine eigene Meinung bilden zu können. Respekt vor Schulleitern, Lehrerinnen und Lehrern, aber auch den Eltern und der Schüler selbst, die mal bewusst aus der Komfortzone gestiegen sind und sich ernsthaft auseinander setzen. Junge Leute müssen sich in Zukunft noch viel mehr sachlich, kritisch und emotional mit unterschiedlichsten Dingen auseinander setzen, als es unsere Generation brauchte und glaubt heute noch zu brauchen. Daher gibt es immer weder große Probleme, die nur aufhalten. Sei es politisch, sei es ethisch, völkerrechtlich oder einfach nur der Vergleich konkurrierender Produkte oder Anbieter. Die Welt bewegt sich weiter, ist in ständiger Veränderung, nichts bleibt so, wie es einst war. Vielleicht erfahren wir ja auch das Resümee der Fahrt?