Im Einheitsstress

Vor 30 Jahren bestand mit der Wiedervereinigung die historisch einmalige Chance, eine neue, gesamtdeutsche Verfassung zu schaffen. Daraus wurde nichts. Darüber entschieden hatten die DDR-Bürger damals selbst.

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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    7
    Interessierte
    17.05.2019

    Das hätte niemals passieren dürfen .....

    "Es verlief von Anfang an äußerst hektisch"
    ( das war gewollt , das war die Kohl´sche Methode ...

    Kurz vor drei Uhr - am Morgen des 23. August stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten (294 zu 62 Stimmen) für einen Beitritt der DDR gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes.
    ( da waren die müde und konnten nicht mehr klar denken und wollten heim .....
    nachdem die in einem halben Jahr 164 Gesetze und drei Staatsverträge unter Dach und Fach gebracht hatten. Eine enorme Leistung und harte Arbeit.

  • 5
    5
    Hinterfragt
    17.05.2019

    "...Darüber entschieden hatten die DDR-Bürger damals selbst...."

    Da muss ich wohl im Koma gelegen haben, denn an eine Bürgerbefragung kann ich mich bei bestem Willen nicht erinnern ...

  • 6
    5
    Freigeist14
    17.05.2019

    "Der Osten musste sich dem Westen anpassen und nicht umgekehrt ." Was für ein Unsinn . Der Osten wollte lediglich gleichberechtigt seine Erfahrungen und Errungenschaften in die Einheit einbringen . Politiker wie Frau Bergmann - Pohl haben das auch durch ihre Abhängigkeit und Karrierestreben für die Zeit nach dem Beitritt verhindert .

  • 7
    5
    Freigeist14
    17.05.2019

    Ja, Frau Sabine Bergmann-Pohl hat schon ihre eigene Sicht der Dinge . Ihr Stellvertreter in der Volkskammer Reinhard Höppner kann leider nicht mehr korrigierend - wie damals - eingreifen . Kein Wort von ihr ,das Helmut Kohl schon mit einem Federstrich die Empfehlungen des Runden Tisches als "außerparlamentarische Bewegung " beiseite schob und voll auf die neue Volkskammer unter Bonner Hegemonie setzte. Nicht umsonst wurde die Präsidentin als >Frau Bergmann-Kohl< im Parlament belächelt . Sonst würde Sie nicht das geforderte "Recht auf Arbeit " als illusorisches "Recht auf Vollbeschäftigung" abqualifizieren .Kohl gab der neuen Regierung vor ,daß es keinen 41.Jahrestag der DDR geben darf. Deshalb die überhastete und der unausgereifte ,von der Mehrheit der Bürger abgelehnte Anschluss nach Artikel 23 des GG .Die unverhohlene Einmischung aus Bonn wurde von der CDU legitimiert ,indem man kurzerhand die BRD nicht mehr als Ausland betrachten wollte .Hans Modrow stellte im Sommer 1990 fest ,daß die Gesetze nicht mehr von der regierung der DDR erarbeitet werden ,sondern direkt aus Bonn kommen.Und Richard Schröder (SPD) sagte darauf : "Warum eigentlich nicht ? In der BRD haben sich die Gesetze seit Jahrzehnten bewährt ,da müsse die DDR ,die bald beitreten werde,nicht das Fahrrad noch mal erfinden." Erfüllungsgehilfen mit Regierungsauftrag .