Poller könnten in Schneeberg künftig Autos ausbremsen

Neues Verkehrskonzept im Zentrum soll geprüft und Stadtrat vorgelegt werden

Schneeberg.

Wie soll der Verkehr künftig durch Schneebergs Zentrum fließen: V1, V3, V6 oder gar VX? Unter diesen Abkürzungen werden im Stadtrat verschiedene Varianten diskutiert. Und nach der jüngsten Sitzung steht fest, dass man über die Verkehrsführung weiter sprechen wird. Denn für keine der bisherigen Varianten konnte sich die Mehrheit der Räte begeistern, sodass die Stadtverwaltung eine vierte Möglichkeit, die VX, ins Rennen warf.

Damit die Aufenthaltsqualität für Fußgänger in der Innenstadt besser wird, hatte die Stadtverwaltung von dem Planungsbüro SVU Dresden ein Verkehrskonzept Altstadt in Auftrag gegeben. Als es Anfang 2019 fertig war, stellte es auf 90 Seiten die Möglichkeiten vor, wie die Autos künftig durch Schneeberg fahren sollen. Und auch die Bürger wurden unter anderem via Internet mit in die Entscheidung einbezogen. Über drei Varianten durfte vergangenes Jahr abgestimmt werden. 556 Teilnehmer nutzen die Chance und stimmten über die drei möglichen Varianten ab. Bei der sogenannten V1-Variante gibt es außer einer Geschwindigkeitsreduzierung keine Einschränkungen für Autofahrer. Die Variante V3 sieht einen Fußgängervorrangbereich Fürstenplatz vor. Demnach würde der Fürstenplatz nur noch durch den ÖPNV sowie Radverkehr befahren. Die Zufahrt von der Seminarstraße oder vom Postplatz würde in Höhe der Sparkasse gesperrt. Aus Richtung Süden würde die Sperrung in Höhe des Rathauses erfolgen. Die Variante V6 sieht einen Vorrangbereich Fürstenplatz wie bei Variante 3 vor. Zudem ist eine Einbahnstraße am Postplatz bis zur Hospitalkirche "St. Trinitatis" vorgesehen. Doch nur je ein Stadtrat konnten sich bei der Abstimmung am Donnerstag für V3 beziehungsweise V6 begeistern.

Die Mehrheit beauftragte die Verwaltung mit VX. Diese Variante sieht Poller am Fürstenplatz vor, die zeitlich flexibel den Bereich sperren können. Wie und ob dies überhaupt umsetzbar sein wird, soll bis Oktober dem Stadtrat vorgelegt werden. Auf die Frist hatte unter anderem Ray Lätzsch (Freie Wähler/Bika) gedrungen: "Sonst diskutieren wir in einem Jahr immer noch."

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