Amt: Kritikpunkte sind begründet

Nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde von Rolf Weigand soll Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter künftig Sachlichkeits- und Neutralitätsgebot einhalten.

Großschirma.

Das Landratsamt sieht die Kritikpunkte von Rolf Weigands Dienstaufsichtsbeschwerde über Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) "weitestgehend begründet". Das teilte ein Kreissprecher auf Anfrage von "Freie Presse" mit.

Grund der Beschwerde des AfD-Stadtratsfraktionschefs ist ein Text im Großschirmaer Bürgerblatt vom 20. Mai, in dem der Bürgermeister auf die Stadtratsdebatte zum Oberschulstandort eingeht. Schreiter (oberes Foto) beleuchtet die Thematik Oberschule - die Großschirmaer Mittelschule war 2007 geschlossen worden. Er schreibt: "Mein Wunsch wäre es, dass sich so manche Mandatsträger unseres Stadtrates vorher mit den Sachverhalten befassen (....), bevor sie darüber und mitunter auch viel reden." Alles andere diene nur "der eigenen Darstellung und dem Erheischen vor Wählergunst."

Jetzt will Schreiter eigenen Angaben zufolge in der Juli-Ausgabe des Bürgerblatts die von der Kreisbehörde geforderte Klarstellung vornehmen. Zudem werde er sich künftig an das Sachlichkeits- und Neutralitätsgebot halten, so Schreiter. Das heißt: Politische und wertende Äußerungen sind tabu.

Rolf Weigand (unteres Foto), zweiter stellvertretender Bürgermeister, fordert obendrein eine Entschuldigung in der nächsten Ratssitzung. Dazu Schreiter: "Wofür ich mich konkret und direkt bei Herrn Dr. Weigand 'entschuldigen' sollte oder müsste, weiß ich nicht. Demzufolge besteht hierfür für mich kein Handlungsbedarf."

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