Musikinstrumenten-Museum soll künftig auch Kulturtreffpunkt sein

Markneukirchen will das Profil seiner Schau mit neuem Konzept schärfen. Im besten Fall winkt für das Vorhaben eine Millionen-Förderung.

Markneukirchen.

Zurück in die Zukunft lautet ein neues Motto für das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen. Der einheimische Instrumentenbau soll sich in der Ausstellung stärker widerspiegeln, die Kooperation mit Werkstätten, Unternehmen, Bildung und Forschung ausgebaut werden.

"Es war ja im Ursprung ein Gewerbemuseum", erinnert Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) daran, dass nach 136 Jahren das Rad nicht neu erfunden wird. Seine Vision: Das Haus soll "Treffpunkt und Kulturzentrum, nicht nur Museum" sein. Mit dem Konzept geht die Stadt beim Förderprogramm Transformation - Modelle für Kultur im Wandel (Trafo) der Kulturstiftung des Bundes ins Rennen. Die Entwicklungsphase haben die Vogtländer bereits erfolgreich gemeistert. Nun hoffen sie, dieses Jahr als eine von fünf Regionen in Deutschland für die Umsetzung der Konzepte 2019 bis 2023 ausgewählt zu werden. Schafft Markneukirchen diesen Sprung, werden durch Trafo 80 Prozent der Kosten gefördert - jede Region erhält bis zu 1,25 Millionen Euro. Mindestens 20 Prozent der Kosten tragen die beteiligten Länder, Kreise und Städte. Bis Jahresmitte kommt die Jury auch nach Markneukirchen. Bis 31. Juli müssen die Konzepte eingereicht werden, im Herbst fällt die Entscheidung.

Über Trafo sieht der Bürgermeister gute Chancen für die Aufwertung des Museums - wohl wissend, dass hier der Schuh noch an anderer Stelle drückt. Den schlechten Bauzustand des Museums-Domizil Paulus-Schlössel habe er Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geschildert. Zudem herrscht hier akute Platznot. Ob die Erweiterung um einen Ostflügel dies beheben kann, gilt als zweifelhaft. Die Arbeitsgruppe für das Trafo-Projekt unter Federführung des stellvertretenden Museumsleiters Stefan Hindtsche hat sich darauf verständigt, dass das Museum mehr nach außen geht - so wird es am 5./6. April an den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks teil und wird beim Stadtfest im Juni einen zusätzlichen kulturellen Beitrag leisten. "Wir müssen das Bewusstsein für das Museum unter die Leute bringen", betont Rubner.

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