Solarpark wächst im Gewerbegebiet Großschirma

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses stimmten dem Bauantrag mehrheitlich zu. Wie geht es jetzt weiter?

Großschirma.

Grünes Licht für den künftigen Solarpark im Großschirmaer Gewerbegebiet haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses jüngst mehrheitlich gegeben. Sechs Räte stimmten zu, zwei dagegen, und es gab eine Enthaltung. Demnach darf das Unternehmen Green Energy 3000 aus Leipzig auf dem 4,5 Hektar großen Areal Solarmodule aufstellen. Dabei handelt es sich um jenes Grundstück, auf dem Walther Bau ein Betonwerk errichten wollte. Nach der Insolvenz des Baukonzerns 2005 hatte Primus die Fläche erworben und später zum Verkauf angeboten. Green Energy 3000 erwarb sie.

Laut Felix Gold, Projektleiter in dem Unternehmen, hat das Landratsamt inzwischen den Bauantrag für die Solaranlage auf der angrenzenden, etwa einen Hektar großen kommunalen Fläche genehmigt. Für das Land soll die Stadt Großschirma 20 Jahre lang eine jährliche Pacht von 5950 Euro erhalten. "Das Geld können wir gut gebrauchen, weil wir beispielsweise Ausfälle bei Mieteinnahmen hinnehmen müssen", hatte Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) im Januar gesagt.

Für die 4,5 Hektar große Fläche hofft Projektleiter Gold auf eine Baugenehmigung Ende Mai/Anfang Juni. "Wir wollen im Juli mit den Arbeiten beginnen und die Anlage im August in Betrieb nehmen." Allerdings könne einen Verzug durch die Coronakrise eintreten. Gold zufolge hat Green Energy 3000 bereits eine Reservierung des Netzanschlusspunktes. Der Ausbau des Netzes durch den Netzbetreiber sei nötig und bereits beauftragt. Zudem seien Vermessungsarbeiten erfolgt. Die Ausschreibung für den Tarif laufe. "Ende Mai erwarten wir eine Rückmeldung der Bundesnetzagentur."

Die Gesamtleistung des Solarparks (5,85 Gigawattstunden im Jahr) entspräche rund 1000 Dächern und reiche für knapp 1700 Haushalte. Nach der 20-jährigen Pachtzeit sollen die Anlagen komplett abgebaut werden, versicherte dazu die Projektleitung.

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