Von Seuchen und Psychologie

Spanische, Asiatische, Russische Grippe und jetzt Corona - allein in den vergangenen 100 Jahren versetzten gleich mehrere Pandemien die Welt in Aufregung. Können wir aus den Erfahrungen von damals etwas für die aktuelle Krise lernen? Ein Medizinhistoriker blickt zurück.

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Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

66 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    1
    Pixelghost
    06.04.2020

    Warum ist Biedenkopf in den 90ern gewählt Worden? Weil er sein ÖD- und Steuersparprogramm verkauft hat. Und die, die heute meckern, haben es ihm angenommen und waren seelig dabei.

    Abschaffen, Outsourcing hat doch allen gefallen. Wir sind während unserer Demos dagegen belächelt und in Dresden von der Straße gejagt worden.
    Ich war dabei.

    Weniger dies, weniger jenes und „brauchen wir nicht“ waren die gängigen Sprüche. Und der Wähler hat das honoriert.

    Heute will das bloß keiner gewesen sein.

  • 5
    3
    saxon1965
    06.04.2020

    @Hanneswbg: Wenn schon, dann die Verstorbenen, denn Infizierte sind weit aus mehr, als die bedauernswerten Toten.
    Ich denke, dass niemand über die zig tausend Toten einfach hinweg sieht. Wir haben letzte Woche zum Teil ausführlich darüber diskutiert und leider muss man immer wieder feststellen, wie unkritisch die meisten Bürger/innen sind. Wenn wir aufhören unsere Politiker kritisch zu hinterfragen, die ja nichts anderes sein sollen, als der verlängerte Arm des Souveräns, dann adieu Demokratie.
    Bei dem ganzen Schlamassel geht völlig unter, dass hier einige Entscheidungsträger einen ganz schlechten Job gemacht haben und noch immer tun.
    Ich persönlich schwanke bei denen zwischen Inkompetenz und Vorsatz und weiß nicht, was besser wäre.

  • 8
    3
    Hanneswbg
    06.04.2020

    @paral: Darüber werden sich die Infizierten in Italien, Frankreich und Spanien aber so richtig freuen und beruhigt zurücklehnen, das es im Prinzip nur eine Wahrnehmung ist und alles halb so wild wie von den Obrigkeiten dramatisiert.

  • 5
    3
    saxon1965
    06.04.2020

    @paral: Den letzten Absatz sollten alle verinnerlichen, die Tiere, besonders ihre Haustiere, wie Menschen liebkosen und das mitunter sehr unappetitlich. Ein Tier muss ein Tier bleiben, auch wenn man es führsorglich und mit Achtung behandelt.
    Mein Fazit aus diesem sehr interessanten Artikel:
    Virenvermischungen zwischen Tier-Mensch gab es wahrscheinlich schon "immer", auch Pandemien mit Millionen von Toten weltweit. Was jedoch neu "zeitgemäß" ist, die Reaktionen darauf. In einem System, wo ein Menschenleben nur all zu oft hinter dem Profit steht, fährt man weltweit die Wirtschaft runter und verschuldet sich noch mehr?
    Scholz: "Die Regierung sei „der Menschheit verpflichtet, alles zu tun, um diese Pandemie zu stoppen“. Das Land bräuchte „ruhige und besonnene Leute, die unser Land führen mit einem klarem moralischen Kompass“. Aber sonst fleißig Waffen exportieren und am weltweiten Geschäft mit dem Tod mitverdienen.
    Sorry, aber ich kann gar nicht soviel essen, wie ich … möchte!

  • 13
    9
    paral
    06.04.2020

    Das habe ich heute mal mit Genuß gelesen (analog)! Ein Medizinhistoriker, ein Fachmann also, der sich wohltuend von den Experten abhebt, die die Medien bevölkern und das Lied ihres Herrn singen. Der letzte Absatz, diplomatisch formuliert, hat es in sich. Der ganze übrige Text ist auch nicht ohne. Was war die Ursache der Pandemien? Genau! Die Wirklichkeit heute sieht alles andere nach Gelassenheit und Augenmaß aus. Das ist die Krise in der Krise. Die Lehren aus vergangenen Zeiten in Handeln umzusetzen, scheint schwer zu sein. Man kann nur pessimistisch sein, es wird Schlimmer kommen als gedacht, und ich rede nicht vom Virus.

  • 3
    0
    nachgerechnet
    06.04.2020

    Danke für die Zeitreise.

    Eine Anmerkung:
    50 Millionen Menschen, die an der spansichen Grippen gestorben sind, entsprechen bei 1,8 Milliarden Menschen Erdbevölkerung einem Anteil von rund 2,8%. Im sechsten Absatz ist im Artikel von 0,5% die Rede.

    VG