Werkschule Milkau plant Anbau und eine neue Turnhalle

Noch ist es eine Vision: Die evangelische Bildungsstätte will wachsen. Aber vorher ist auch mit der Gemeinde noch Wichtiges zu klären.

Erlau.

So klingt Zukunftsmusik: Die Werkschule Milkau soll modernisiert und erweitert werden. Geschätzte Kosten: drei bis vier Millionen Euro. Fördergeld wird notwendig sein, und auch bei den Eigentumsverhältnissen ist manches neu zu ordnen. Was eine Studie, die ein Berliner Architekturbüro erarbeitet hatte, dazu vorsieht und welche Hausaufgaben der Schulverein, der die evangelische Oberschule betreibt, zu erledigen hat, ist in der Erlauer Gemeinderatssitzung am Mittwochabend den Räten und der Verwaltung vorgestellt worden.

"Das Konzept beinhaltet drei Projekte", so Hartwig Reichel, der als kaufmännisch-technischer Leiter der Schule neben Vereinschef Bernd Reichel die Fäden in den Händen hält. Einerseits gehe es um Veränderungen im jetzigen Gebäude. Dazu soll der Speiseraum modernisiert und zu einer Cafeteria umgebaut werden. Auch die energetische Sanierung und eine neue Heizung stehen auf dem Wunschzettel. Als zweiter Schritt soll hinter dem Schulgebäude ein moderner Anbau, der über einen Aufzug verfügt, hochgezogen werden. "Entstehen sollen Lernterrassen und in den Fluren Kleinstlernräume", erklärt der Technikchef. Auch zusätzliche Fachräume sind vorgesehen. Das dritte große Vorhaben ist der Neubau einer Sporthalle. Diese soll die jetzige Turnhalle, die wiederum zur Aula mit Musikbereichen umgebaut werden soll, ablösen. Ein weiteres Ziel sei, den Fahrzeugverkehr vollständig vom Schulgelände zu verbannen. Dazu ist beabsichtigt, die bestehende Grünfläche zu einem Parkplatz umzugestalten.

Hier wird ein Problem deutlich, das gemeinsam mit der Kommune zu klären ist. "Die Turnhalle und einige andere Bereiche sind Eigentum der Gemeinde", macht Bürgermeister Peter Ahnert (parteilos) deutlich. Der größte Teil des Schulgeländes gehöre per Erbbaupachtvertrag dem Trägerverein. "Es muss deshalb geklärt werden, wer Bauherr ist und wer was bezahlt", so Ahnert. Aus Sicht von Hartwig Reichel müsse zudem mit den Vereinen gesprochen werden, die die Turnhalle und das Schulgebäude nutzen. Den Schätzungen zufolge werde die Klärung der Eigentumsverhältnisse und die Beschaffung der Fördermittel mindestens ein Jahr dauern. "Wenn alles gut läuft, könnten die Arbeiten 2022 starten."


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