Freiberger Sommernächte: Feiern mit Einschränkungen

Die elfte Ausgabe geht nach wochenlanger Zitterpartie im Schlosshof über die Bühne. Allerdings im kleineren Format. Doch es gibt auch große Pläne für den Obermarkt.

Freiberg.

Die 11. Freiberger Sommernächte im Hof von Schloss Freudenstein finden trotz Corona-Pandemie statt. War zunächst der Beginn für den 6. Juni geplant, verschiebt sich der Auftakt nun auf den 16. Juli. "Das liegt an den Rahmenbedingungen", erklärte Holger Scheich, Geschäftsführer des Veranstalters Gastro-Service Mittelsachsen (GSM), bei der Programmpräsentation am Donnerstag im Schloss. Er sei außerordentlich froh, dass die etablierte Veranstaltungsreihe trotz ungünstiger Umstände doch stattfinden kann.

Dass es aufgrund notwendiger Hygieneauflagen in Corona-Zeiten keine Sommernächte wie alle Jahre werden, dürfte niemanden überraschen. Man habe wochenlang an einer optimalen Lösung gearbeitet, betonte Scheich und bedankte sich bei den Mitarbeitern und der Stadt Freiberg. Besucher müssen sich nun auf Einschränkungen einstellen. So ist die Anzahl der Sitzplätze auf 312 begrenzt, Gäste werden durch das Personal zugewiesen. Desinfektionsmittel sind vorhanden und alle, vom Publikum bis zu den Akteuren, müssen sich an Abstandsregeln halten. Einen Mund-Nasen-Schutz müssen sie allerdings nicht tragen.

Ein Teil der zunächst geplanten Auftritte ist nach 2021 verlegt. Die Karten für Torsten Sträter, Radio Doria, Ute Lemper oder Desirée Nick behalten aber ihre Gültigkeit.

Den Auftakt am 16. Juli machen Erik Lehmann & Philipp Schaller mit ihrem Programm "Alphamännchen". Danach starten ab 17. Juli die Filmnächte, präsentiert vom Kinopolis Freiberg. "15 Filme haben wir bislang im Programm", kündigt Betriebsleiter Thomas Erler an. Das größte Kino Mittelsachsens, das seit dem 28. Mai wieder geöffnet hat, bleibt damit als Partner der Sommernächte an Bord.

Das gilt auch für das Tivoli. Dessen Eventmanager Roland Säurich bedauert allerdings, dass es diesmal nicht möglich ist, etwas für die jungen Leute anzubieten. "Die beliebten Partys müssen leider ausfallen." Doch habe man Alternativen gefunden, etwa mit der Band Hot Ride, die am 25. Juli Rock'n'Roll zelebriert. Die aus Freiberg stammenden Virtuosen Die Notendealer sind am 31. Juli Garanten für Spaß und Musik. Kabarettist Uwe Steimle hat zugesagt, zusätzlich zu seinem Auftritt am 1. August auch am Tag darauf auf der Bühne zu stehen. Die Kult-Rocker von City halten an ihrem Konzert am 14. August fest, auch wenn sie den Tod ihres Drummers betrauern. Der Auftritt in Freiberg ist ihr erster nach der Corona-Pause und wird zum Gedenkkonzert werden. Dafür überlegt man, es auf den Obermarkt zu verlegen, wo 1000 Stühle möglich wären.

Das Mittelsächsische Theater ist mit dem Stück "Der kleine August" dabei, ebenso die Philharmonie des Hauses, die ihrem scheidenden Dirigenten Raoul Grüneis am 18. Juli ein Abschiedskonzert gibt. Schlusspunkt der Sommernächte ist "Freiberg singt!" am 30. August. "Welche Chöre oder Solisten zu hören sind, ist wegen der Beschränkungen für Chöre noch nicht klar", betont Organisator Andreas Schwinger. "Auf jeden Fall vertreten ist das Bergmusikkorps Saxonia." Dank zahlreicher Unterstützer, die trotz schwieriger Zeiten zu ihrem Engagement stehen, wie es Scheich sagt, ist alles für einen guten Sommer bereitet. Tim Gernitz von den Notendealern ist optimistisch: "Das wird bestimmt eine ganz coole Sause."

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.