Große Resonanz bei Schau über Grünbachs Gestalter

Martin Gläß, Manfred Luderer, Manfred Kretzschmann: 150 Gäste sind am Samstag in die Alte Stickerei gekommen, um Einblicke in das kreative Schaffen dieser drei "Urgesteine" zu gewinnen.

Grünbach.

Petra Gronem-Schlosser freut sich: "Wir hatten wohl einen ganz großen Schirm am Samstag über Grünbach und damit wahnsinniges Glück mit dem Wetter", zieht die Initiatorin von "In Memoriam - Drei Grünbacher Urgesteine" Bilanz. Für vorerst einen Tag lud sie zu einer Schau in die Alte Stickerei von Grünbach - zusammen mit Gerd Wolf. Der Eigentümer der ehemaligen Textilfabrik an der Bahnhofstraße stellte den Maschinensaal zur Verfügung. Laut Gronem-Schlosser kamen über den Tag verteilt 150 Besucher. Die weiteste Anreise habe eine Besucherin aus Berlin gehabt, die gleichentags auch wieder zurückgefahren sei.

Es ging um Martin Gläß (1920-2006), Manfred Luderer (1941-1995) und Manfred Kretzschmann (1934-2011), drei Grünbacher, die einst mit ihrer Kreativität von sich reden machten. Zwei Textilgestalter und ein Architekt, der vogtländische Landschaften in Öl festhielt: In dieser Kombination gewährte Petra Gronem-Schlosser bisher wohl einzigartige Einblicke. Der morbide Charme der ehemaligen Fabrik bot den passenden Rahmen.

Optisch im Zentrum der Schau stand der Querschnitt von Luderers Schaffen. Vom Naturstudium über die Abstraktion zum Muster, vom Rapport zum fertigen Jacquardgewebe: Luderer entwarf von 1966 bis 1990 für die Falgard. Gläß leitete zu DDR-Zeiten die Designabteilung der VEB Gardinen und Dekostoffe Grünbach. Mehrmals wurde seine Arbeit ausgezeichnet.

Kretzschmann wiederum war mit einer Reihe von freien künstlerischen Arbeiten, prägnanten vogtländischen Landschaftsansichten wie der Schneckenstein oder die Göltzschtalbrücke, präsent.

Schöne Gespräche, nette Begegnungen und tolle Momente, für die auch die musikalischen Begleiter, das Duo Leander und der Andere, gesorgt hätten, so Gronem-Schlosser. "Einige Besucher brachten Bilder mit bzw. erzählten davon, was sie noch für Schätze haben", berichtet sie. Über Facebook habe ein Freund von Manfred Luderer, der auch da war, ein Foto geschickt.

Die Schau "In Memoriam" bleibt noch vier Wochen stehen. Besichtigungstermine unter 0179 2388192.

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