Bahnstudie: Direktverbindung Chemnitz-Berlin ab 2018 möglich

Die hiesige Region könnte eher als bisher geplant an den Fernverkehr angeschlossen werden. Dafür müssten aber jetzt die Weichen gestellt werden.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    Zeitungss
    22.08.2017

    @Klemmi: In einem anderen Beitrag zu diesem Thema am gestrigen Tag stand folgender Satz.
    -Mir sind die Strukturen durchaus bekannt und zwar mehr als ich jemals gewollt habe.- Gehen Sie davon aus, dass ich die Verkehrspolitik und deren Auswirkung auf den Bahnbetrieb bestens kenne und zwar in allen Ebenen.
    Verwunderlich ist ebenfalls, sichtbar an Hand der roten Daumen, dass die Eigentumsverhältnisse der DB einigen Zeitgenossen absolut nicht klar sind. Autofahrer, Autobauer und Zulieferer gehören ebenfalls dazu, auch wenn sie mit der Bahn absolut nichts am Hut haben.
    Was den Vorwurf der einknickenden Haltung betrifft, noch ein kleiner Hinweis. Gestern wurde wieder eingeknickt, es war nicht ich, sondern unsere Volksvertreter, wie ich es im gestrigen Beitrag vorhergesagt habe. Nochmals, die Strukturen und die Gedankengänge in diesen, sind mir zwangsläufig hinreichend bekannt. Wer hier schnelle Fortschritte erwartet, was wünschenswert wäre, lebt in einer anderen Welt, wenn er die Prioritäten in diesem Land kennt, die Bahn zählt 100%ig NICHT dazu.
    Im Kern liegen wir mit unseren Meinungen nicht weit auseinander, wie man zum Ziel kommt möglicherweise schon.
    Einen schönen Tag noch.

  • 4
    0
    Klemmi
    21.08.2017

    @Zeitungss: Es ist mir bekannt, dass dank Bahnreform dieser Missstand gefördert wurde. Und bei der kommenden Bundestagswahl werde ich natürlich genau abwägen was die CDU in den letzten Jahrzehnten fabriziert hat und da wird die Chemnitzer Bahnanbindung sehr stark ins Gewicht fallen. Das sollte übrigens jeder Chemnitzer tun! Mir geht es in erster Linie aber um die Verantwortung des Freistaates. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Länder Fernverkehr subventionieren, Beispiele sind Emden, in Norddeich hält der IC gleich zweimal, Züssow verbucht sogar ICE-Halte. Nicht wegen der vielen Nord- und Ostseeurlauber, nein weil Geld fließt. Völlig entgegen des Kerngedanken der Bahnreform. Der Freistaat kennt das Chemnitzer Dilemma spätestens seit 2006 und sollte seine Haltung zu dieser Thematik gründlich überlegen. Und wenn ich daran glaube, dass hier die letzte Messe eben noch nicht gelesen ist, lebe ich dennoch auf dieser Welt. Ihre einknickende Haltung ist jedenfalls nicht zielführend.

  • 4
    4
    Zeitungss
    21.08.2017

    @Klemmi: Alles richtig, aber wir leben im Autoland und der DB mit ihren über 80 Mio. Eigentümern, hat man am 01.01.1994 die Daseinsfürsorge unter großen Beifall genau dieser Eigentümer entzogen. Mit großer Würde und Begeisterung geschah das unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Wissman (CDU) und heutigen Cheflobbyisten des VDA. Die Messen sind also gelesen, wer an den Schwachsinn heute in Chemnitz auch nur etwas abringen kann, lebt in einer anderen Welt, was gelegentlich erst sehr spät oder auch überhaupt nicht erkannt wird.

  • 7
    0
    Klemmi
    21.08.2017

    Das InterRegio-Netz wird lediglich aufgewärmt aber nicht neu erfunden. Dass man sich in Dresden mit dieser schrägen Situation beschäftigt freut mich, wenn es auch "nur" die Opposition tut. Aber Duligs neustes Statement zu dieser Thematik unterstreicht die Verantwortung des Freistaates in Bezug auf Fernverkehr. Gera erhält 2019 einen IC-Anschluss, weil Thürigen diese Linie mitfinanziert. Zu dieser Option schweigt man sich in Dresden aus, wäre allerdings zeitnah und realistisch- genau wie die Elektrifizierung der MDV-Linie, dank Thüringen. Ein IC von Rostock bzw. Berlin kommend könnte heute schon Chemnitz ansteuern, sogar bis Hof. Die Bahn plant ab 2019 eine Verbindung Warnemünde-Dresden, warum bleibt eine Forderung der Verlängerung dier Linie nach Chemnitz aus? Dulig meint keine höhere Priorität für C-L einräumen zu wollen, auch nicht für andere Bahnprojekte, aber insgeheim hat er der neuen Elbtaltrasse schon höhere Priorität eingeräumt. Ein Verbund arbeitet schon fleißig daran, wärend man in Dresden zu den "innersächsischen Bahnproblemen" auf Signale aus Berlin wartet.
    Die Chemnitzer Akteure fokusieren einzig und alleine einen ICE-Anschluss via Leipzig und träumen von einem 30-Minuten-Takt. Während die MDV-Linie elektrifiziert wird, pocht man in C auf eine Option die in 20 Jahren fertig ist. Chemnitz fehlt jetzt der Fernbahnanschluss, seit 11 Jahren, jedes weitere Jahr ist zuviel.

  • 9
    1
    Steuerzahler
    21.08.2017

    Da wurde wieder einmal Geld ausgegeben, um zu einem Ergebnis zu kommen, was jeder Chemnitzer aus der Vergangenheit kennt. Chemnitz -Rostock und Chemnitz - Düsseldorf sind beides ehemalige Linien. Man muss eben nur wollen. Es wird den Grünen nicht helfen, vor der Wahl "Bonbons" zu verteilen. Der Bürger kennt dieses Gebahren zur Genüge und weiß, was er davon zu halten hat.

  • 5
    3
    gruene
    21.08.2017

    @hkremss: Wenn sich niemand von den Verantwortlichen stark macht für die unstrittig schneller realisierbaren Alternativen - nach Bln über DD und nach Westen über G, EF - dann wird das wirklich so kommen.
    Gerade deshalb ist es doch so wichtig, den Handlungsbedarf zur REALISTISCH SCHNELLER UMSETZBAREN ALTERNATIVEN aufzuzeigen.

  • 10
    1
    hkremss
    21.08.2017

    Jede Fernbahnanbindung wäre besser als der aktuelle Zustand. Schön, dass mal wieder alter Wein in neuen Schläuchen verpackt als Alternative präsentiert wird. Wahrscheinlich ist aber, dass es nur darum geht, vor dem Bahngipfel wiedermal ein paar Beruhigungs-Placebos nach Chemnitz und Westsachsen zu werfen, nach dem Motto: Ist doch alles gar nicht so schlimm! Bald wird alles gut! Nichts wird gut. Es wird 2018 keine Fernbahnanbindung geben. Wetten dass?!