Guter Stoff in Crimmitschau

TextilBoom: Ort für textile Spitzenprodukte

Crimmitschau war über Jahrhunderte hinweg eine erfolgreiche und traditionsbewusste Textilstadt. Tuchfabriken und Spinnereien, Arbeiterviertel und Fabrikantenvillen prägten das Stadtbild über diese Zeiten.

Und dann waren es noch weltweite Handelsverbindungen, die den Unternehmern den Import von Rohstoffen und den Export fertiger Waren ermöglichten. Auch die Arbeiterbewegung hatte hier eines ihrer Zentren. In den Jahren 1903/04 fand in Crimmitschau einer der bedeutendsten Arbeitskämpfe des deutschen Kaiserreichs statt. Während der Zeit der DDR wurde die Produktpalette der lokalen Textilindustrie deutlich verbreitert. Aber: Nach 1990 brach die Textilindustrie zusammen. Doch bis heute werden in Crimmitschau - im kleineren Stil - textile Spitzenprodukte hergestellt.

Die Tuchfabrik Gebr. Pfau, ein ungewöhnliches Denkmal mit original erhaltenem Maschinenbestand aus über 100 Jahren Textilgeschichte, ermöglicht eine Zeitreise in den harten Arbeitsalltag in der Textilproduktion. Von der Wollflocke über das Spinnen, Weben und Walken bis zur Appretur sind alle Schritte der Tuchfabrikation nachvollziehbar und werden von fachkundigem Personal vorgeführt.

In ihrer Größe und in ihrer Vollständigkeit von historischem Gebäude- und Maschinenbestand ist die Pfausche Fabrik in Mitteleuropa einzigartig. Die Besucher erleben in geführten Rundgängen die Herstellung von Tuchen Schritt für Schritt: von der Anlieferung von Wolle, Zellwolle und Dederon, deren Mischung, bis hin zu fertig verpackten Stoffballen. Die Maschinen werden dabei von ehemaligen Beschäftigten der regionalen Textilindustrie erklärt.

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