Chemnitz: Todesfahrer kommt mit Bewährungsstrafe davon

Junger Mann erfasste unter Alkohol 21-jährige Radfahrerin mit seinem Auto und fuhr weiter

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1616 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    gelöschter Nutzer
    23.07.2012

    @ZaZ: "eine 0-Promille-Grenze funktioniert schon rein technisch nicht, da in vielen Säften ein Alkoholgehalt von bis zu 0,3% enthalten ist".

    So ein Quatsch!
    Erstens sind das keine Prozente, sondern auch ProMILLE (!) in Obst(-säften) usw., und zweitens hat es dazu schon Versuche gegeben, ob man davon tatäschlich "besoffen" wird! Was ich noch so in Erinnerung hab war, dass man ca. 5 kg (!) überreife Äpfel essen muss, um etwa 0,3 ProMILLE im eigenen Blut nachweisen zu können.
    ... und jetzt zeigen Sie mir DENJENIGEN, der es schafft hintereinander 5 kg überreifes Obst zu essen!

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    20.07.2012

    Mit Demokratie und Freiheit ist das so eine Sache.

    So lange ich in meinem Haus oder der Wohnung allein bin ist alles ok. Ich kann tun und lassen was ich will. Aber schon wenn eine weitere Person dazu kommt, wird es interessant.
    Und erst recht ist das so, wenn Millionen Menschen den "öffentlichen Raum" gemeinsam nutzen. Dann muss es Regeln geben, denn jeder möchte auch frei von Schaden sein.

    Demokratie widerum heißt dann, dass ich die in einem demokratischen Prozess durch gewählte Volksvertreter entwickelten Gesetze achte und respektiere, weil ich davon ausgehe, dass sie zum Wohle aller sind und jeder vernuftbegabte Mitbürger diese auch einhält. Dabei weiß ich, dass jeder Fehler macht - mich eingeschlossen.

    Damit meine ich aber nicht absichtliches Fehlverhalten oder gar aus klar fehlendem Unrechtsbewußtsein heraus begangene Owis oder Straftaten im Straßenverkehr (und nicht nur da).

    Hier muss Schluss sein mit lustig.

  • 1
    1
    ZwenAusZwota
    20.07.2012

    @Jothade: sie sagen es: "sollte das Bestreben eines jeden... sein"
    und nicht "wir, die Regierung, verbieten jetzt ALLEN Bürgern das und das..."
    btw. eine 0-Promille-Grenze funktioniert schon rein technisch nicht, da in vielen Säften ein Alkoholgehalt von bis zu 0,3% enthalten ist. Wenn Sie genug Saft trinken, würde der Alkomat etwas anzeigen und Sie, als Bürger müssten dann beweisen, dass sie gar kein alkoholisches Getränk zu sich genommen haben, da Saft laut Gesetz alkoholfrei ist.
    Mit der 0-Promille-Grenze wäre also von vorn herein die Unschuldsvermutung gegenüber dem Bürger ausgehebelt - was wiederum per Gesetzt nicht geht...

    Im aktuellen Fall - auch um ein Zeichen für andere Idioten zu setzen - wäre der Entzug der Fahrerlaubnis auf LEBENSZEIT weit sinnvoller, als der Ruf nach einer 0-Promille-Grenze.

    Ich weiß nicht, ob ich undeutlich schreibe, oder ob ich absichtlich falsch verstanden worden bin - der Ruf nach einem Verbot einer Sache für 80 Millionen Menschen hat schon etwas mit Freiheit und Demokratie zu tun.

  • 1
    0
    gelöschter Nutzer
    19.07.2012

    ... "bisher weitgehend straffreien Leben"...
    Ich hoffe nur, der Richter irrt hier nicht und gibt eine Chance frei, die der Verurteilte nicht verdient hat!

    Übrigens lieber ZaZ: "Freiheit und Demokratie" haben in keinem Land der Welt etwas damit zu tun, wenn sich einer betrunken ans Steuer setzt! De facto bestand auch in der DDR eine Alkoholgrenze von 0,3 Promille (zumindestens wurden von der Polizei eingezogene Führerscheine wieder ausgegeben, wenn diese Grenze ausweislich derBlutuntersuchung NICHT erreicht war.
    Aber die "Duldung" einer Grenze muss nicht bedeuten, dass der Individualist für sich VORSÄTZLICH beschließt, an diese Grenze gehen zu wollen.
    Also: 0,0 Promille sollte das Bestreben eines jeden Verkehrsteilnehmers sein!
    Viele sind nämlich schon (ohne es zu wissen) mit einem Bier 0,3 Liter aufgrund ihrer körperlichen Verfassung schon an der 0,5 Promille-Grenze dran!

  • 1
    3
    ZwenAusZwota
    19.07.2012

    @809626, aha, weil ein paar wenige Idioten unter Alkoholeinfluss sch*** bauen, wollen Sie ernsthaft 80Millionen Bürgern etwas verbieten? Willkommen in der DDR! Mit diesem Verbot erreichen Sie keinesfalls, dass es weniger Unfäll unter Alkoholeinfluss gibt - bestehende Regelungen sind ausreichen müssen nur UMGESETZT werden - sprich: Polizei auf die Straße und kontrollieren.
    Eine Demokratie macht genau das aus, Recht und Freiheit für den einzelnen, aber auch Pflichten für jeden einzelnen - und nicht ihr Wunsch nach Verbot und Unterdrückung (Diktatur)! Wenn Sie unsere schöne (west)deutsche Demokratie nicht mögen, ziehen Sie doch bitte in die Ukraine oder nach Weißrussland um!

  • 1
    0
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    @809626, es gibt aber die fahrlässige Tötung (§ 222 StGB).

  • 1
    0
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    P.S.2: In diesem Land wird Sachbeschädigung höher bestraft als Schäden an Leib und Leben. Verprügelt man einen Polizisten, bekommt man zwei Jahre auf Bewährung, beschädigt man das Polizeiauto, bekommt man zwei Jahre Knast >>>>> nur ein symbolisches Beispiel. Und irgendwo habe ich mal gelesen, daß es den Strafbestand der Tötung im Straßenverkehr nicht gibt. Es gibt den Strafbestand des Verkehrsrechts (Fahren unter Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit, Verkehrsrowdytum u.s.w), aber die infolge dessen eingetretenen Tötung eines Menschen fließt in das Urteil nicht mehr und nicht weniger ein, als hätte man einen Gartenzaun wegrasiert! Das ist deutsche Rechtsprechung!

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    @star...sicher geht der anwalt seiner arbeit nacht, nämlich der verteidigung und das heißt in diesem fall so viel oder so wenig wie möglich für den unfallfahrer rauszuholen. wäre dies seinen angehörigen passiert, können sie sich sicher sein, er wäre der erste der auf ein höheres strafmaß plädiert.

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    P.S.: An die Gesetzgeber, verbietet endlich das Fahren unter Alkoholeinfluss. Null Promille und fertig! So eine bescheuerte (west-)deutsche Demokratie- und persönliche ?Freiheits?regelung: Erst 0,8, dann 0,5 Promille, um ja keine Einschnitte dem mündigen Bürger zuzumuten. Sicher, er hat bei diesem Unfall mit errechnetem mindestens 1,64 Promille die 0,5-Regelung sehr weit überschritten. Aber um so viel Alkohol intus zu haben und dann wie ein Begaster Auto zu fahren, hat auch etwas mit Kontrollverlust während des Alkohol?genusses? zu tun. Und der tritt umso weniger ein, je mehr man gar nicht erst anfängt zu trinken. Ist der Mensch (zumal so ein junger) erst einmal angesoffen, ist es für Mahnungen oder Belehrungen nämlich eh zu spät.

  • 3
    0
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    Zwei Jahre auf Bewährung und 5.000 ?,- Geldstrafe. Verurteilt nach Jugendstrafrecht.

    Damit ist der Tod einer 21-jährigen Radfahrerin abgegolten. Natürlich kann jedem ? auch schuldhaft verursacht ? ein Unfall passieren. Das ist tragisch in jedem Fall für beide Beteiligten. Man kann sich dann auch einen Verteidiger nehmen und wenn man unter 21 ist nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Selbst nach mildernden Umständen kann gesucht werden. Es steht die volle Bandbreite des Rechts zur Verfügung.
    Es geht aber auch so: Autofahren (d. h. durch Chemnitz rasen) und besoffen sein, eine Radfahrerin wegmähen und dann abhauen. Im Nachhinein wurde der Alkoholspiegel auf 1,64 Promille zurück gerechnet (ein ungefährer wert). Im Klartext Unfall mit tödlichem Ausgang und Fahrerflucht in betrunkenem Zustand. Wer sich so viele Entgleisungen herausnimmt und meint, daß das zum erwachsen sein dazu gehört, der dürfte nicht nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Das mal gleich vorweg! Auto fahren und saufen wie die Großen, Unrechtsbewusstsein wie die Kleinen (oder gar keins!).

    Das Urteil ist eine Farce und ein richtiger Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen.
    Sicher, mit keinem Urteil ? egal wie hoch ? würde die junge Frau wieder lebendig werden. Aber ein wenig mehr an Verhältnismäßigkeit hätte es sein können. So kam ein Urteil unseres Deutschen Rechtsstaates zustande, da sich einreiht in die vielen Urteile der Kategorie: ?Der Bürger kann diese Rechtsprechung nicht verstehen?!
    Wie wäre das gewesen: ein halbes Jahr Knast ohne Bewährung und folgend 1 ½ Jahre Bewährung. In dieser Zeit besteht die Verpflichtung einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einem Sozialbetrieb, einer Unfallkrankenstation oder ähnlichem ? zusätzlich zu seinem Job, seiner Lehre oder was auch immer. Weiterhin die Geldstrafe (die vielleicht sogar die Eltern für das arme Jungchen bezahlen), die Auflage einer Alkoholtherapie, Fahrerlaubnisentzug sowieso. Ein Urteil zu diesem Fall hätte ich mal in Amerika sehen wollen.
    Was mich interessiert: Hat er ein Unrechtsbewusstsein? Macht sich der Unfallverursacher genau so viele düstere Gedanken, plagt sich mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen, kann nicht schlafen oder wacht nachts schweißgebadet auf wie die Hinterbliebenen? Geht für ihn alles seinen gewohnten Gang, während für die Hinterbliebenen das Leben nicht mehr dasselbe ist? Und hat er wenigstens ein paar Worte der Entschuldigung oder der Trauer gegenüber den Hinterbliebenen über seine Lippen gebracht?

  • 5
    0
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    @Silence - so ein Unsinn. Der Anwalt des Täters geht seiner Arbeit nach, in dem er so jemanden verteidigt. Ihn trifft keine Schuld und natürlich kann er problemlos in den Spiegel schauen.

    Viel schlimmer ist das Urteil. Da kommen mehrere Umstände zusammen. Er wurde vom Fahren abgehalten, von Freunden gewarnt. Er hat jemanden angefahren. Er hat Fahrerflucht begangen. Wenn dies in der Summe nicht reicht, dann ist das wahrlich traurig und man fragt sich, was passieren muss, damit eine angemessene Strafe vergeben wird.

    Nachvollziehbar ist das Argument, dass ihm eine Aufenthalt im Gefängnis nichts bringt, durchaus. Wenn man bis dahin unauffällig war, dann hat eine Haftstrafe sicher keinen nachhaltig guten Einfluss. Absolut lächerlich ist dann jedoch die verhängte Geldstrafe von 5000 ?. Selbst bei geringem Einkommen ist diese innerhalb eines halben Jahres abbezahlt und das Thema damit für den Täter erledigt. Zugegeben unrealistisch, aber eine lebenslange monatliche Strafe (man vgl. Alimente nach Scheidung) wäre da wohl angemessener. 5000 ? trifft in unserer Gesellschaft keinen wirklich. Im Verhältnis zur Schwere der Tragödie wären wohl nicht einmal 20.000 oder 30.000 ? angemessen. Einen tiefsitzenden Schaden nimmt der Täter damit jedenfalls nicht. Aber lt. Auffassung des Gerichtes will man wohl offenbar genau einen solchen Schaden vermeiden und ihm alle Wege öffnen. Meiner Meinung nach hat er sich mit einem solchen Verhalten aber alle Wege verbaut.

  • 3
    1
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    Er war alt genug für`n Führerschein,er war alt genug um zu saufen,er war besoffen genug aber anscheinend doch nicht um ab zu haun vom Unfallort .

    Fazit:Dann ist er auch alt genug um dafür zu büssen fertig

    Ein volljähriger wandert dafür mehrere Jahre in den Knast ohne Bewährung.
    Entweder hatte er den besseren Anwalt oder warum so ein mildes Urteil.Ich rate den Hinterbliebenen Einspruch ein zu legen das kann nicht sein.Wenn man heut zu tage mit 17 den Führerschein machen darf sollte man für das was man anstellt auch haftbar sein fertig und zwar uneingeschränkt.

  • 1
    1
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    @Silence. Naja, für einige sind 5000 Euro schon recht viel Geld, aber ein Menschenleben ist wesentlich mehr wert. Von dem Geld wird die Familie gerade mal die Beerdigung bezahlen können und der Unfallfahrer hat in einem halben Jahr seinen Schein wieder und darf auf der Straße wieder rumeiern.

  • 3
    1
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    Ich schäme mich für das, was hier als "Rechts"staat dargestellt wird! Ein zweite Chance hat jeder verdient-keine Frage. Aber wer alkoholisiert eine tödlichen Unfall verursacht und dann noch Fahrerflucht begeht, hat ein höheres Strafmaß verdient!!! Das ist unfassbar! Und 5000 Euro Schmerzensgeld sind ein Hohn für den Verlust eines geliebten Menschen!

  • 3
    1
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    unfassbar!

  • 7
    2
    gelöschter Nutzer
    18.07.2012

    Ein Schlag ins Gesicht für die Hinterbliebenen. Unfassbar. Ein Mensch ist scheinbar nichts wert und die Täter werden wie so oft geschützt. Der Anwalt des Täters ist der Vater eines Klassenkameraden. Ich werd ihn mal fragen, ob er noch in den Spiegel schauen kann! Ich wünsche den Hinterbliebenen ganz viel Kraft.