Kirche lässt Wiese zum Park umbauen

Senioren genießen die Sonne, Kinder spielen, Leute kommen auf einen Plausch zusammen - so stellt sich Pastor Michael Kropff einen geplanten neuen Kirchgarten in Zschorlau vor. Sogar ein kleines Amphitheater soll es geben.

Zschorlau.

Ein Kirchgarten, der verbindet - so hat die evangelisch-methodistische Kirche Zschorlau ein Projekt überschrieben, das bis zum September 2021 realisiert werden soll. Ins Auge gefasst wurde dafür eine etwa 1400 Quadratmeter große Fläche, die zwischen dem Kirchgebäude und dem Seniorenpark der Diakonie an der Schneeberger Straße liegt. Schon jetzt nutzen dessen Bewohner gern den mit einer üppig wachsenden Wiese und einigen Bänken ausgestatteten Bereich. Auch, weil es am Seniorenpark keine großen Außenanlagen gibt.

Für die Zukunft sind im Kirchgarten überdachte Sitzgruppen, Spielgeräte für Kinder, neue Bäume und Sträucher und sogar ein kleines Amphitheater geplant. Letzteres ist unter anderem für die Zuhörer gedacht, die dem Posaunenchor der Kirche lauschen wollen, wenn der Sonntagmorgen oder zur Serenade am Samstag spielt. Wie viel Plätze das Amphitheater bieten soll, darüber ist laut Pastor Michael Kropff noch zu beraten. "In den letzten Wochen war das ja in den verschiedenen Gremien der Kirche nicht möglich", erklärt er. Um aber einen Förderantrag über Leader stellen zu können, brauchte es eine Planung. Der Pastor und Planer Clemens Seidel haben diese gemeinsam entwickelt. In Aussicht gestellt wurde eine 50-prozentige Förderung, die Kosten für das Vorhaben liegen bei insgesamt 73.000 Euro. Um den Eigenanteil aufbringen zu können, ist die Kirche auf die Spenden ihrer Mitglieder angewiesen. "Wir sind eine Freikirche, unsere Mitglieder zahlen keine Kirchensteuern, wir leben von Spenden", so der 40-jährige Pastor. Die Zschorlauer Gemeinde, die auch in Burkhardtsgrün tätig ist, hat 300 Mitglieder.

Kropff rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Juli beginnen können. In einem ersten Schritt soll die Hangbepflanzung erfolgen. Die umfangreicheren Erdarbeiten seien wohl erst im kommenden Jahr möglich. "Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen", sagt Michael Kropff. Er stellt sich das so vor: "Die 93-jährige Bewohnerin aus dem Seniorenpark kommt mit einem Angehörigen her zum Verweilen, Kinder spielen, Erwachsene treffen und unterhalten sich." Zurzeit wird die Fläche zwei- bis dreimal im Jahr von der evangelisch-methodistischen Kirche genutzt, unter anderem für das Gemeindefest.

2011 hatte die Kirchgemeinde das Areal erworben. Zuvor war ein in Kircheneigentum befindliches Grundstück verkauft worden, auf dem das Diakonische Werk Aue/Schwarzenberg später seinen Seniorenpark errichtet hat. Mit dem Verkaufserlös hat die evangelisch-methodistische Kirchgemeinde das Grundstück erworben, auf dem der Kirchgarten entstehen soll. Dieser soll laut Kropff allen offen stehen.

1Kommentare
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    Tauchsieder
    11.06.2020

    Das übliche, typische Wunschdenken. Tritt mit größter Wahrscheinlichkeit nicht ein.
    Lasst die Wiese Wiese sein, mäht sie ein -, zweimal im Jahr und man tut der Natur und der Umwelt den größten Gefallen.