Starkregen flutet Zschopauer Freibad

Stadt nimmt Schäden auf - Bürgerinitiative will beim Aufräumen helfen

Zschopau.

Zu den Schäden, die das verheerende Hochwasser vor einer Woche angerichtet hat, sind auch in Zschopau weitere hinzugekommen. Von dem Unwetter, das am Sonntagvormittag über der Großen Kreisstadt wütete, wurde das seit 2010 geschlossene Zschopauer Freibad getroffen. "Das Wasser ist jetzt weg, der Schlamm noch da", sagte gestern Oberbürgermeister Klaus Baumann (CDU).

OB lehnt Angebot ab

Unterdessen hat die Bürgerinitiative Freibad Zschopau der Kommune angeboten, beim Aufräumen im Gelände zu helfen. "Unseres Wissens sind alle freiwilligen Fluthelfer über die jeweils verantwortliche Gemeinde versichert. Ihr Argument, dass Aufräumungs- und Pflegearbeiten im Freibad aus Sicherheitsgründen wegen fehlenden Versicherungsschutzes abzulehnen wären, entbehrt damit jeder Grundlage", fügte Frank Heyde in seinem Schreiben an. Er bezieht sich damit auf eine früheres Angebot, das die Stadt abgelehnt hatte. Gestern sagte Klaus Baumann der "Freien Presse", dass sich an seiner Auffassung nichts geändert habe: "Für mich persönlich gibt es im Moment wichtigeres zu tun, als ein geschlossenes Freibad zu beräumen." Zudem müsse sich die Verwaltung zunächst ein Bild über die Schäden machen.

Schadens-Einordnung unklar

Der Gansbach, der am Sonntag sein Bett verließ und die maroden Becken flutete, habe auch die Traversen in Mitleidenschaft gezogen. Unklar ist laut Oberbürgermeister, ob die Schäden des Starkregens zusammen mit denen des Hochwassers aufgenommen werden können. Das könnte Auswirkungen auf mögliche Hilfen des Freistaates haben.

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