"Drei Viertel der Nitratmessstellen in der Region sind mangelhaft"

Der Chef des Regionalbauernverbandes spricht über Bauernproteste und höhere Umwelt- und Tierschutzauflagen

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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    cn3boj00
    19.02.2020

    Die Diskussion über "richtige" Messtellen erinnert sehr an die Luftqualitätsmessung. Am Ende wurde es ganz ruhig darum, weil die EU-Richtlinie bis auf ganz wenige veraltete Messstellen eingehalten wird.
    Ich gehe davon aus, dass auch hier die Dinge ähnlich liegen und solche "Gutachten" keinen Bestand haben. Die Grundwasserrichtlinie soll ja dafür sorgen, dass Grundwasser, das z.B. Quellen speist oder Brunnen, sauber ist, und dass keine Nitrate in Oberflächengewässer eingetragen werden (Eutrophierung). Da macht es keinen Sinn, in Tiefen zu messen, in denen die Schadstoffe abgebaut sind, genau so wie es keinen Sinn macht die Luftqualität im Wald zu messen wenn die Häuser an der Straße stehen.
    Neulich habe ich einen Beitrag gesehen, wie Bauern auf ihren Feldern die Gelege von Vögeln eingezäunt haben, damit sie bei der Ernte nicht die Nester mit dem Mähdrescher zerstören. Und das haben die freiwillig gemacht! War aber in Ostfriesland, nicht in Sachsen. Hier, wo die Großagrarier das sagen haben, zählt Umwelt, Artenschutz und Nachhaltigkeit nichts. Der Freistaat rühmt sich als Erbe des "Erfinders" der Nachhaltigkeit von Carlowitz, aber die Bauern haben vermutlich noch nie diesen Namen gehört. Stattdessen hört man von den Bauern immer nur, dass sie gegen besseren Umweltschutz sind. Vermutlich auch, weil die Gelder mit der Gießkanne und nicht nach Kriterien wie Nachhaltigkeit verteilt werden. Profit ist schließlich wichtiger.

  • 8
    3
    tfr
    19.02.2020

    Bestimmt lassen sich noch ein paar alte Bergwerke für Messstellen finden, am Erdmittelpunkt ist bestimmt auch kein Nitrat mehr zu finden... es sind ja immer die anderen Schuld. Es ist doch vollkommen unglaubwürdig zu behaupten überall wird falsch gemessen, und wenn die Werte stimmen dann kommt aber das Nitrat wo anders her...????
    Keine Frage, Lebensmittel sind zu billig, dann stellt doch auf Bio um. Die die das getan haben klagen hier nämlich nicht mit...

  • 11
    4
    christophdoerffel
    19.02.2020

    Wie schon bei der Stickoxid- und Feinstaubdiskussion möchten die Verursacher und ihre Lobbyisten lieber das Messverfahren ändern, als etwas gegen die Ursachen zu tun.

  • 28
    7
    Lexisdark
    19.02.2020

    Lustigerweise sind immer andere schuld. Und wenn in 30 Meter Tiefe zuviel Nitrat drin ist, soll das nicht schlimm sein? Na dann ist ja alles gut. Einfach tief genug messen und schon stimmen die Werte. Das nenn ich eher Verlogenheit. Um einen Meter kann man streiten, bei mehr als 10 hört der Spaß auf. Und die Gutachten zu fehlerhaften Messungen möchte ich gerne sehen. Auch das undichte Abwasserleitungen dazu beitragen sollen ist äußerst fragwürdig. Die lassen keine großflächige Verunreinigung auf einem Feld zu.
    Vielleicht sollte man mal weg von Masse und weniger in besserer Qualität produzieren. Es gibt kein Grundrecht auf billiges Fleisch, welches durch Tierquälerei, zuviel Medikamente und Verunreinigung der Umwelt erzeugt wird.