Wasserwerke verkaufen weniger Wasser

Baustellen laufen weiter - Ungeplante Investitionen werden verschoben

Schwarzenberg.

Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie wirkten sich auch auf die vom Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) beauftragten Bauunternehmen aus. "Es gab Einschränkungen bei Materiallieferungen im Anlagen- und Rohrbereich, dazu eine Personalverknappung bei ohnehin raren Baufachleuten durch zu klärende Kinderbetreuung und durch Krankheitsausfall", sagt ZWW-Geschäftsführer Frank Kippig. "Dasführte mitunter zu Bauverzug." Der ZWW stimme sich aber grundsätzlich vor jedem Baubeginn und ständig während der Ausführung mit denUnternehmen ab. "Nur sehr wenige Firmen melden da Probleme an", weiß Kippig. Die jahrelange gute Zusammenarbeit mit vielen Baubetrieben zahle sich aus.

Der Trinkwasserverkauf der Wasserwerke Westerzgebirge hat sich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in bestimmten Gebieten verringert. "Gerade in Orten, die vom Tourismus abhängig sind, und bei einigen Gewerbebetrieben gingen die Abnahme von Trinkwasser und das Einleiten von Schmutzwasser zurück", erläutert der Geschäftsführer. Die zum Teil tagaktuellen Bilanzen der Wassereinspeisungen in das Netz des ZWW, die durch interne Bruttowasserzähler gemessen werden, ermöglichen Rückschlüsse auf das Verbraucherverhalten. "Die abschließenden Auswertungen ergeben sich aber natürlich erst, wenn alle Trinkwasserzähler bei den Kunden abgelesen wurden", so Frank Kippig.

Um dem aber bereits absehbaren Umsatzrückgang entgegenzuwirken, verschiebt der Zweckverband alle außerplanmäßigen Investitionen und auch mehrere kostenwirksame Instandhaltungsmaßnahmen von 2020 in die Folgejahre.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.