Sachsens Handwerk dringt auf Rückkehr zur Meisterpflicht

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Mehr Verbraucherschutz, mehr Ausbildung, mehr Qualität - die Handwerkskammer Chemnitz pocht in einigen Berufen auf eine Neuregelung der Meisterpflicht. Verbraucher hätten davon nicht nur Vorteile.

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11 Kommentare

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    3
    VaterinSorge
    25.03.2019

    Ja, die Meisterpflicht muss in vielen Berufen wieder eingeführt werden, auch ist jetzt die wahrscheinlich letzte aber auch günstigste Gelegenheit, jetzt zu reagieren. Das hat mehrere Gründe:
    Der Wert und die Wertigkeit von Immobilien, Mietshäusern und Mietwohnungen steigt und wird weiter steigen, da die Nachfrage nach Komfort, Sicherheit, Nachhaltigkeit und moderner, auch digitaler Ausstattung wächst. Die fortschrittliche Entwicklung wird dank der vielen Messen, Präsentationen, Werbung und Informations- und Medienwelt immer mehr neue Technologien in die eigenen vier Wände, aber auch in öffentlich zugängliche Bereiche befördern. Um das wünschenswerte Unterfangen umsetzen zu können, braucht es eine gewisse Aus- und Weiterbildung, Qualifikation, betriebswirtschaftliche Kenntnisse und nicht zuletzt handwerkliches Geschick. Dieser Ausbildungsberuf soll nun attraktiv für junge Leute sein, schon in der Ausbildung gut bezahlt und hoch angesehen sein. Soziale Vergünstigungen müssen nun mit allen Industrie- und Verwaltungsberufen mithalten können und Spaß muss es nun auch noch machen... In Baden - Württemberg oder den ABL ist das kein Problem Stundenverrechnungssätze (nicht zu verwechseln mit Stundenlohn) von 65 - 79 € bei entsprechender Qualität und Arbeitsleistung (Quantität) zu erzielen, denn dem Wert der Arbeit stehen auch entsprechende Immobilienwerte und Vermögen ihrer Besitzer entgegen. In Thüringen werden traditionell Handwerksleistungen sehr viel mehr geschätzt, als im Rest der NBL, da sich das traditionelle Meisterhandwerk auch bei Berufen ohne Meisterpflicht gut halten und weiter entwickeln konnte. In Thüringen spart man noch, um sich meisterliche Qualitätsarbeit leisten zu können. Sicher ist sicher. Sachsen hatte schon immer das Problem, dass Kinder erst reihenweise in den Brunnen fallen müssen, bevor was passiert, daher weicht Sachsen grundsätzlich in allen relevanten Belangen vom Durchschnitt ab. Das könnte ich ja bei Bedarf mal woanders erläutern.
    Ich möchte abschließend ein Beispiel nennen, das für so viele Dinge stehen könnte: Wird heute eine Badewanne entfernt und durch eine Dusche ersetzt, glaubt man i.d.R. dass man dafür nur etwas Geschick und auf keinen Fall einen Fliesenlegermeister braucht. Der vermeintliche Fachmann bei my hammer.de o.ä. macht das schon... Auf sächs. Dächern regnet es etwa 900 Liter pro m² und Jahr, da achten wir peinlich genau auf Undichtigkeiten und bestehen auf einen Dachdeckermeisterbetrieb. In der Dusche regnet es aber 33.000 Liter pro m² und Jahr, da muss es nicht unbedingt dicht sein? OK könnte man denken, im Schadensfall kommt die Versicherung auf und wenn es innerhalb von 5 Jahren zu Schäden kommen sollte, habe ich ja einen Gewährleistungsanspruch. 1. Sind Schäden durch undichte Fugen nicht durch Versicherungen abgedeckt, da es sich nicht um Leitungswasserschäden handelt (es ist ja bestimmungsgemäß aus der Duscharmatur gekommen) und 2. wird ein sich Fliesenleger ohne Meister niemals auf die Sanierung von Schäden einlassen, weil er es schlichtweg nicht bezahlen kann und selbst nicht verpflichtet ist, sich aus- und fortzubilden, auch nicht verpflichtet ist, seine Leistung durch eine entsprechende Betriebshaftpflicht zu versichern. Der Dumme ist nun der, der vor dem Scherbenhaufen steht und neidisch nach Thüringen schielt. (OK war etwas Satire dabei) Und bevor wir nun auch noch zukünftig die Meisterleistung "importieren" müssen, sollten wir alle in wichtigen Berufen die Meisterpflicht akzeptieren, unterstützen und mehr Respekt zollen. Sachsen lebt zum größten Teil von über 100.000 Meisterbetrieben und das sollen und müssen eher mehr statt weniger werden.